Eine dünne, flache Fahrradmütze schützt Kopf und Ohren bei Kälte oder Wind. Der Helm muss damit waagerecht und fest sitzen und darf sich nicht leicht verschieben.
Es gibt keine feste Temperaturgrenze. Entscheidend ist, wie schnell Sie frieren, wie lange Sie fahren und wie anstrengend die Fahrt ist. Probieren Sie Mütze und Helm zusammen an.
Wann sich eine Mütze lohnt
Bei kaltem oder windigem Wetter hält eine Mütze Stirn und Kopf wärmer. Wenn Ihre Ohren schnell frieren, hilft eine Mütze, die sie bedeckt. Für eine sportliche Fahrt oder milde Übergangstage reicht oft ein dünnes Stirnband oder eine leichte Unterhelmmütze. Eine dicke Wintermütze kann auf einer anstrengenden Fahrt zu warm werden.
Auch eine Radkappe mit Schirm passt nicht automatisch unter jeden Helm. In einer Untersuchung der Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung verschob ein Schirm bei manchen Kombinationen den Helm nach hinten oder schränkte die Sicht ein. Achten Sie darauf, dass der Schirm weder den Helm noch Ihr Sichtfeld beeinträchtigt.
Wie dick sollte die Mütze sein?
Wählen Sie eine Mütze, die flach am Kopf anliegt und unter dem Helm keine Falten wirft. Dicke Nähte oder zusätzliches Volumen können Druckstellen verursachen oder den Helm anheben. Dann sitzt er möglicherweise lockerer.
Eine Untersuchung der Beratungsstelle für Unfallverhütung prüfte fünf Kopfbedeckungen mit drei Fahrradhelmen. Die Tests zeigten, dass die geprüften Kombinationen den Schutz des Helms nicht wesentlich verringerten. Bei einer dickeren Wollmütze saß der Helm jedoch teilweise höher oder wirkte lockerer. Die Ergebnisse gelten nur für die untersuchten Kombinationen; eine sichere Passform für jede Mütze mit jedem Helm belegen sie nicht.
So prüfen Sie den Helmsitz
Setzen Sie zuerst die Mütze auf und stellen Sie dann den Helm wie gewohnt ein. Er muss waagerecht sitzen. Seine Vorderkante sollte ungefähr ein bis zwei Fingerbreit über den Augenbrauen liegen. Bewegen Sie den Kopf kräftig: Der Helm darf dabei nicht leicht nach vorn, hinten oder zur Seite rutschen.
Prüfen Sie außerdem, ob Kinnriemen und Verschluss noch richtig sitzen und die Mütze keine Druckstellen verursacht. Ein kurzer Check hilft:
- Sitzt der Helm mit Mütze waagerecht und bedeckt er die Stirn ausreichend?
- Verrutscht der Helm bei Kopfbewegungen?
- Liegen keine dicken Stofflagen unter den Riemen, und drückt nichts?
Wenn der Helm verrutscht oder sich nicht sicher einstellen lässt, nehmen Sie eine dünnere Mütze oder probieren Sie ein anderes Modell. Prüfen Sie jede neue Mütze erneut mit Ihrem Helm.
Ohren unter dem Helm schützen
Eine Mütze mit Ohrenschutz ist bei kaltem Wind praktisch, wenn Ihre Ohren sonst auskühlen. Der Stoff sollte die Ohren bedecken, ohne unter den Helmriemen dicke Falten zu bilden. Achten Sie beim Anprobieren auch darauf, dass die Mütze nicht auf die Brillenbügel drückt.
Manche Helme haben abnehmbare Ohrenschützer. Sie können eine Mütze ersetzen, wenn sie zu Ihrem Helm passen und keine Druckstellen verursachen. Die untersuchten Unterhelmmützen dämpften Geräusche aus der Umgebung nur wenig. Das gilt für die geprüften Modelle. Für dicke Sturmhauben lässt sich das Ergebnis nicht ohne Weiteres übernehmen.