So sitzt der Fahrradhelm richtig
Ein Fahrradhelm schützt nur, wenn er fest sitzt und den Kopf bedeckt. Verrutscht er, gibt er bei einem Sturz den Kopf frei. Drei Einstellpunkte genügen: Kopfring, Kinnriemen und Position auf dem Kopf. Damit stellen Sie jeden Helm in wenigen Minuten richtig ein.
Die richtige Position auf dem Kopf
Der Helm sitzt waagerecht auf dem Kopf, nicht nach hinten gekippt und nicht in die Stirn gezogen. Die vordere Helmkante liegt etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen. So schützt der Helm die Stirn, die bei Stürzen besonders häufig aufschlägt. Wenn Sie den Helm nach vorne schieben und er die Augenbrauen berührt, sitzt er zu tief. Wenn Sie ihn nach hinten schieben und die Stirn frei liegt, sitzt er zu hoch.
Den Kopfring einstellen
Der Kopfring ist das Verstellband im Inneren des Helms. Meist besteht es aus Kunststoff und hat ein Rädchen am Hinterkopf. Er hält den Helm am Kopf fest. Drehen Sie das Rädchen so weit zu, dass der Helm eng anliegt, aber nicht drückt. Der Ring sollte den Hinterkopf umschließen, etwa auf Höhe der Ohren oder knapp darunter. Ein gut eingestellter Kopfring verhindert, dass der Helm beim Fahren wackelt. Schütteln Sie den Kopf kräftig: Der Helm darf sich nicht verschieben.
Den Kinnriemen anpassen
Der Kinnriemen hält den Helm bei einem Aufprall auf dem Kopf. Stellen Sie ihn so ein, dass die Seitenriemen ein V um die Ohren bilden. Die Verbindungsstelle der Riemen, das Y-Stück, sitzt direkt unter dem Ohrläppchen. Das Verschlussstück liegt unter dem Kinn, nicht am Hals. Zwischen Riemen und Kinn sollte ungefähr ein Finger Platz sein. Ziehen Sie den Riemen nicht so fest, dass er einschneidet, aber so fest, dass Sie den Helm nicht über das Kinn nach vorne kippen können.
Der Sitztest
Nach der Einstellung prüfen Sie den Sitz mit zwei kurzen Tests. Erstens: Fassen Sie den Helm an der Vorderkante und versuchen Sie, ihn nach vorne zu kippen. Er sollte sich nicht über die Augen ziehen lassen. Zweitens: Fassen Sie ihn hinten an und versuchen Sie, ihn nach hinten zu kippen. Der Helm sollte die Stirn nicht freigeben. Wenn der Helm bei einem dieser Tests verrutscht, ziehen Sie den Kinnriemen nach oder stellen den Kopfring enger.
Wann ein Helm nicht mehr passt
Ein Helm passt nur, wenn er die richtige Größe hat. Die Größen stehen meist auf einem Aufkleber im Inneren, etwa in Zentimetern für den Kopfumfang. Messen Sie den Kopfumfang mit einem Maßband knapp über den Augenbrauen. Wenn der Helm zwischen zwei Größen liegt, wählen Sie die größere und stellen den Kopfring enger. Ein Helm, der drückt oder Druckstellen hinterlässt, ist zu klein. Nach einem Sturz, bei dem der Helm aufgeschlagen ist, müssen Sie ihn ersetzen, auch wenn er äußerlich unbeschädigt aussieht. Die Dämpfung im Inneren wird bei einem Aufprall beschädigt, auch wenn man das von außen nicht sieht.