Fahrradmützen für Sommer, Winter und unter den Helm
Auch bei mäßigen Temperaturen gibt der Kopf viel Wärme ab. Der Fahrtwind verstärkt den Verlust. Im Sommer drohen der Kopfhaut Sonnenbrand und bei langer direkter Sonneneinstrahlung ein Sonnenstich. Eine Fahrradmütze schützt vor beidem: Sie hält im Winter warm, im Sommer vor Sonne und Wind, und gehört zur grundlegenden Fahrradbekleidung. Welches Modell Sie wählen, hängt von der Jahreszeit und davon ab, ob Sie einen Helm tragen.
Sommer: Kappe mit Schild gegen Sonne
Wer ohne Helm fährt, sollte im Sommer eine Kappe mit Schild tragen. Das Schild hält die Sonne von den Augen und vom Nacken fern. Der Stoff bedeckt die empfindliche Kopfhaut und verhindert Sonnenbrand. Achten Sie auf ein leichtes, atmungsaktives Material, das Schweiß aufnimmt und schnell trocknet. Baumwolle saugt sich voll und klebt. Ein Mischgewebe mit Funktionsanteil bleibt angenehmer.
Unter dem Helm empfiehlt sich eine dünne Sommerkappe. Sie schützt den Kopf vor direkter Sonneneinstrahlung, die durch die Lüftungslöcher des Helms fällt, und leitet Schweiß vom Gesicht ab. Reine Sommerkappen haben keinen Ohrenschutz, was bei hohen Temperaturen auch gut so ist. Wer empfindliche Ohren hat und lange in der Mittagssonne fährt, sollte trotzdem an eine Abdeckung oder Sonnencreme für die Ohren denken.
Winter: Dünne Warmkappen mit Windschutz
Im Winter ist eine dünne, warme Kappe unter dem Helm die bessere Wahl als eine dicke Wollmütze. Wollmützen sind oft zu voluminös, sodass der Helm nicht mehr richtig sitzt und Druckstellen entstehen. Oder sie lassen den Kopf beim Fahren stark schwitzen. Spezielle Winterkappen für unter den Helm bestehen aus einem dünnen, winddichten Stoff, sind leicht gefüttert und häufig wasserabweisend. Das Material hält den Fahrtwind ab, der durch die Lüftungsschlitze des Helms an den Kopf gelangt.
Wichtig ist der Schutz der Ohren. Sie stehen vom Kopf ab und kühlen bei kaltem Wetter sehr schnell aus. Eine gute Winterkappe bedeckt die Ohren vollständig, darf aber das Hören nicht einschränken. Sie müssen herannahende Fahrzeuge rechtzeitig wahrnehmen, sonst entsteht im Straßenverkehr ein unnötiges Risiko.
Passform unter dem Helm
Die Passform entscheidet, ob die Mütze ihren Zweck erfüllt. Eine zu dicke Kappe drückt unter dem Helm und sorgt bei längerer Fahrt für Druckstellen auf der Stirn. Eine zu lockere Kappe rutscht bei schneller Fahrt vom Kopf oder verrutscht unter dem Helm. Setzen Sie nach dem Aufziehen der Mütze den Helm auf und prüfen Sie, ob er fest und gerade sitzt. Zwischen Helm und Kopf sollten keine störenden Falten entstehen.
Manche Hersteller bieten Kappen an, die Sie mit Druckknöpfen oder Klettverschluss direkt im Helm fixieren können. Das verhindert ein Verrutschen auch bei sportlicher Fahrweise. Der Vorteil gegenüber einem losen Modell liegt vor allem bei langen Ausfahrten im Winter, wenn Sie den Helm möglichst selten absetzen möchten.
Schlauchtücher als flexible Alternative
Eine vielseitige Alternative zur klassischen Mütze sind Schlauchtücher, die häufig unter dem Produktnamen Buff bekannt sind. Das sind nahtlose Stoffschläuche, die Sie je nach Bedarf als Unterziehmütze, Stirnband, Schal oder Halstuch tragen können. Unter dem Helm lassen sie sich falten und exakt an die Kopfposition anpassen, ohne zu drücken.
Der Vorteil ist die Flexibilität: Ein einziges Tuch deckt mehrere Einsatzbereiche ab. Im Sommer dient es als dünner Sonnen- und Windschutz, im Winter als wärmende Lage, die Sie bei Bedarf über den Hals ziehen. Achten Sie beim Kauf auf einen saugfähigen, schnell trocknenden Stoff. Ein dünnes Tuch im Winter kann eine dickere Mütze nicht ersetzen, ergänzt sie aber gut als zusätzliche Schicht.