Beim Anstieg strengt sich Ihr Körper an und wird warm. Auf der Abfahrt treten Sie weniger in die Pedale, und der Fahrtwind kühlt Sie ab. Atmungsaktive Kleidung und eine leichte Windjacke oder Weste helfen, die Wärme zu halten, ohne dass Sie am Anstieg stark schwitzen. Ziehen Sie die zusätzliche Schicht vor der Abfahrt an.
Wie viele Schichten Sie brauchen, hängt vom Wetter, Ihrem Tempo, der Länge der Abfahrt und Ihrem Wärmeempfinden ab. Wählen Sie Kleidung, die Sie öffnen, ausziehen und wieder anziehen können.
Im Anstieg Wärme abgeben
Ziehen Sie sich bei kühlem Wetter so an, dass Ihnen zu Beginn eher etwas kühl ist. Wenn Sie sich schon vor dem Anstieg behaglich warm fühlen, wird Ihnen beim Klettern schnell zu heiß. Öffnen Sie den Reißverschluss am Trikot und ziehen Sie vor einem längeren Anstieg eine zusätzliche Schicht aus.
Arm-, Knie- und Beinlinge, also flexible Überzüge für Arme und Beine, lassen sich herunterrollen oder abnehmen und verstauen. So passen Sie die Bedeckung an, ohne ein weiteres dickes Kleidungsstück tragen zu müssen. Bei kühlem Wetter kann ein leichtes Unterhemd angenehm sein. Bei mildem Wetter und hoher Belastung brauchen Sie es nicht unbedingt. Wählen Sie Materialien, die Schweiß nach außen leiten. Baumwolle bleibt nach dem Schwitzen lange feucht und kühlt bei der anschließenden Abfahrt aus.
Vor der Abfahrt Windschutz anziehen
Ziehen Sie am Gipfel eine Windweste oder eine leichte Windjacke an, bevor Sie losfahren. Eine Weste schützt den Oberkörper und lässt die Arme frei. Eine Jacke bedeckt zusätzlich die Arme und eignet sich eher bei stärkerem Wind oder kühlerem Wetter. Schließen Sie auch den Trikotreißverschluss und ziehen Sie heruntergerollte Ärmlinge wieder hoch.
Bei Regen schützt eine leichte Regenjacke vor Nässe, die sich klein zusammenpacken lässt. Öffnen Sie sie am Anstieg, damit sich darunter weniger Wärme staut. An trockenen Tagen reicht häufig eine winddichte Schicht. Warten Sie mit dem Anziehen nicht, bis Ihnen bereits kalt ist: Bei schneller Fahrt kühlt der Fahrtwind den Körper rasch aus.
Eine kleine Laborstudie aus dem Jahr 2021 untersuchte simulierte Anstiege und Abfahrten. Bei der Abfahrt kühlte die Haut am Oberkörper langsamer ab, wenn die Versuchsteilnehmer zwei Zeitungsblätter im Trikot trugen. Das Experiment belegt keine bestimmte Jacke oder Weste, zeigt aber, dass zusätzliche Kleidung den Wärmeverlust auf der Abfahrt beeinflusst.
Kleidung nach Wetter wählen
Die Tabelle gibt eine Orientierung, aber keine festen Temperaturwerte vor: Intensität, Wind, Nässe und persönliche Vorlieben verändern, welche Kombination angenehm ist.
| Bedingungen | Beim Anstieg | Vor der Abfahrt |
|---|---|---|
| Mild und trocken | Atmungsaktives Trikot tragen, Reißverschluss bei Bedarf öffnen | Leichte Weste oder Windjacke bereithalten |
| Kühl oder wechselhaft | Feuchtigkeitsableitende Basisschicht und Trikot tragen; Ärmlinge oder Beinlinge bei Bedarf öffnen oder ablegen | Ärmlinge hochziehen und Windschutz anziehen |
| Kalt, windig oder nass | Zusätzliche Schicht öffnen oder ablegen, bevor Sie stark schwitzen | Wind- oder Regenschutz schließen und Hände, Hals sowie Füße warm halten |
Hände, Hals und Füße schützen
Kühle Hände erschweren das Bremsen und Schalten. Tragen Sie bei niedrigen Temperaturen Handschuhe, mit denen Sie die Bremshebel sicher bedienen können. Ein Halswärmer nimmt wenig Platz ein und lässt sich an der Abfahrt schnell hochziehen. Bei kaltem oder nassem Wetter schützen passende Überschuhe beziehungsweise warme, wettergerechte Socken die Füße.
Beim Mountainbiken schützen Protektoren vor Stößen, und längere, locker sitzende Kleidung hält Schmutz ab. Beides kann zusätzliche Wärme erzeugen. Berücksichtigen Sie das bei der Kleidung für den Anstieg und planen Sie Schichten ein, die Sie öffnen oder ausziehen können.