Helle oder fluoreszierende Kleidung hebt Sie bei Dämmerung von der Umgebung ab, solange noch Umgebungslicht da ist. Wenn es dunkler wird, sind Reflektoren zu sehen, sobald Autoscheinwerfer auf sie leuchten.
Kombinieren Sie auffällige Farben mit Reflektoren, die beim Treten sichtbar bleiben. Kleidung und Reflektoren erhöhen Ihre Sichtbarkeit; die vorgeschriebene Fahrradbeleuchtung bleibt ebenfalls nötig.
Helle Farben bei Dämmerung
Helle, fluoreszierende Farben wie Gelb, Orange oder Rot heben sich bei Tageslicht und schwachem Umgebungslicht oft besser ab als dunkle Kleidung. Entscheidend ist auch der Hintergrund: Eine leuchtend gelbe Jacke fällt vor einer hellen Hauswand weniger auf als vor dunklem Grün. Wählen Sie deshalb Kleidung, die sich von der Umgebung Ihrer üblichen Strecke unterscheidet.
Fluoreszierende Stoffe nutzen vorhandenes Licht und leuchten nicht von selbst. Wenn es richtig dunkel wird, nimmt ihre Wirkung ab. Wenn Sie bis in die Nacht fahren, sollten Reflektoren die auffällige Farbe ergänzen.
Reflektoren für Scheinwerferlicht
Reflektierendes Material wirft das Licht meist zur Lichtquelle zurück. Deshalb sehen Autofahrende es besonders gut, wenn ihre Scheinwerfer darauf leuchten. Reflektorstreifen an Jacke, Hose oder Überschuhen ergänzen die auffällige Grundfarbe und helfen, wenn die Dämmerung in Dunkelheit übergeht.
Achten Sie darauf, dass die Streifen beim Fahren nicht von einem Rucksack, einer geöffneten Jacke oder langen Hosenbeinen verdeckt werden. Reflektierende Details an Armen und Beinen sind aus verschiedenen Richtungen zu sehen, solange nichts sie verdeckt. Prüfen Sie die Passform deshalb in Ihrer tatsächlichen Fahrkleidung, nicht nur vor dem Spiegel im Stand.
Tretbewegung sichtbar machen
Reflektoren an Knöcheln und Unterschenkeln machen die Bewegung Ihrer Beine erkennbar. Das kann Autofahrenden dabei helfen, Sie als Radfahrerin oder Radfahrer einzuordnen. In einer nächtlichen Straßenstudie wurden Radfahrende mit reflektierenden Markierungen an den Unterschenkeln aus größerer Entfernung erkannt als mit den untersuchten Warnwesten allein. Das Ergebnis gilt für diese Versuchsanordnung und ist keine Garantie für jede Straße oder Bekleidung.
Praktisch sind reflektierende Beinlinge, Überschuhe oder Bänder, die beim Treten nicht verrutschen. Tragen Sie eine lange Hose, sollten die Markierungen über dem Stoff sitzen und die Knöchelbewegung sichtbar lassen. Eine Weste kann zusätzlich eine größere Fläche am Oberkörper bieten; sie muss die Reflektoren an den Beinen nicht ersetzen.
Kleidung passend schichten
Achten Sie darauf, dass Sie auch dann gut sichtbar bleiben, wenn Sie Ihre Kleidung dem Wetter anpassen. Eine helle Außenschicht hilft bei kühlem oder nassem Wetter. Reflektierende Details an den Beinen sind mit verschiedenen Hosen zu sehen. Wenn Sie eine Regenjacke oder einen Rucksack tragen, prüfen Sie, ob die auffälligen Flächen und Reflektoren weiterhin zu sehen sind.
Achten Sie zugleich auf Bewegungsfreiheit und Komfort. Eng anliegende Reflektoren dürfen beim Treten nicht einschnüren; lose Bänder sollten nicht in Kette oder Speichen geraten. Waschen und pflegen Sie reflektierende Kleidung nach den Herstellerhinweisen, damit Material und Befestigungen erhalten bleiben.
Fahrradlicht bleibt nötig
Bekleidung macht Sie sichtbarer, beleuchtet aber weder die Fahrbahn noch ersetzt sie die vorgeschriebene Beleuchtung am Fahrrad. Nach § 67 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung muss das Fahrrad bei Dämmerung, Dunkelheit oder sonst erforderlichen Sichtverhältnissen mit der vorgeschriebenen lichttechnischen Ausrüstung versehen sein. Prüfen Sie vor der Fahrt, ob Vorder- und Rücklicht funktionieren und nicht durch Gepäck verdeckt werden.