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Wetter & Schichten

Fahrradkleidung zum Schutz vor Fahrtwind

Auch bei Windstille bewegt sich beim Radfahren Luft an Ihrem Körper vorbei. Der Fahrtwind nimmt die warme Luftschicht direkt an Ihrer Haut mit. Je schneller Sie fahren, desto stärker ist der Luftzug und desto kälter fühlt sich dieselbe Außentemperatur an.

Schützen Sie Kopf, Oberkörper und Hände mit Kleidung, die Sie anpassen können. Wie viele Schichten Sie brauchen, hängt von Temperatur, Tempo und Anstrengung ab. Bei intensiver Fahrt sammelt sich in zu warmer Kleidung Schweiß, und später kühlen Sie leichter aus.

Kopf und Ohren schützen

Eine dünne Mütze unter dem Fahrradhelm hält den Fahrtwind von Kopf und Ohren ab. Sie sollte so flach sitzen, dass der Helm weiterhin sicher anliegt. Eine dicke Mütze kann den Sitz verändern. Prüfen Sie die Passform daher mit der Kopfbedeckung, die Sie beim Fahren tragen.

Zieht Luft durch die Belüftungsöffnungen des Helms, hilft eine passende winddichte Helmabdeckung. Ein Schlauchtuch, das Sie um Hals und Gesicht ziehen, schützt zusätzlich. Ziehen Sie es bei Bedarf über Mund und Nase, achten Sie aber darauf, dass Ihre Sicht und Atmung beim Fahren nicht beeinträchtigt werden.

Oberkörper in Schichten kleiden

Mehrere dünne Schichten lassen sich besser an Wetter und Belastung anpassen als eine sehr dicke Jacke. Die unterste Schicht nimmt Feuchtigkeit von der Haut auf. Darüber hält die mittlere Schicht warm; die äußere schützt vor Wind. Bei milderem Wetter reicht oft eine dünne Windjacke oder -weste über dem Trikot.

Bei sportlichen Fahrten ist es praktisch, Brust und Arme vorn gut vor Wind zu schützen. Am Rücken kann die Kleidung atmungsaktiver sein, damit Wärme und Feuchtigkeit entweichen. Ein verlängerter Rückenteil deckt den Rücken in vorgebeugter Haltung besser ab. Bei Alltagsfahrten brauchen Sie keinen verlängerten Rückenteil. Wichtig ist, dass die Kleidung Ihren Rücken auch in Sitzposition ausreichend bedeckt.

Winddichte Kleidung schützt vor Luftzug, aber nicht unbedingt vor Regen. Bei längerem Regen brauchen Sie eine wasserdichte Außenschicht. Wenn Sie stark schwitzen, öffnen oder wechseln Sie eine Schicht, bevor sich Feuchtigkeit unter der Jacke staut. So bleiben Sie vor dem Wind geschützt und vermeiden einen Wärmestau.

Hände warm und beweglich halten

Winddichte Handschuhe schützen die Finger vor dem Luftzug. Sie müssen zugleich genügend Halt am Lenker und Bewegungsfreiheit bieten, damit Sie sicher bremsen und schalten können. Sehr dicke Handschuhe sind deshalb nicht automatisch die beste Wahl.

Probieren Sie die Handschuhe vor der Fahrt am Fahrrad aus: Greifen Sie den Lenker und bedienen Sie Brems- und Schalthebel im Stand. Bei starker Kälte können sogenannte Lobster-Handschuhe helfen. Dabei liegen einzelne Finger teilweise zusammen. Das hält wärmer und kann die Bedienung erleichtern. Prüfen Sie auch bei diesem Modell, ob Sie die Hebel zuverlässig erreichen.

Kleidung an die Fahrt anpassen

Auf einer ruhigen Alltagsfahrt entsteht weniger Wärme als bei einer anstrengenden Ausfahrt. Wählen Sie deshalb nicht nur nach der Außentemperatur, sondern auch nach Tempo und Belastung. Für längere Fahrten sind Schichten praktisch, die Sie unterwegs öffnen oder ausziehen können. Wenn Ihnen zu Beginn der Fahrt leicht kühl ist, überhitzen Sie bei steigender Belastung weniger schnell.