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Radbekleidung

Fahrradkleidung für heiße Sommertage

An heißen Tagen belastet Radfahren den Körper stark. Die größte Gefahr ist nicht die Kleidung, sondern der Flüssigkeitsverlust: Beim Schwitzen verliert der Körper Wasser und Mineralstoffe. Wer zu wenig trinkt, riskiert Wassermangel, Leistungseinbruch und Erschöpfung. Freizeitfahrer unterschätzen diese Belastung besonders. Die richtige Kleidung kann die Belastung verringern, ersetzt aber kein vernünftiges Trinkverhalten.

Warum Hitze Radfahrern zusetzt

Beim Radfahren produziert der Körper viel Wärme, die er über Schweiß abgeben muss. Bei hohen Außentemperaturen funktioniert diese Kühlung schlechter, weil die Umgebungsluft die Wärme nicht mehr aufnimmt. Der Körper schwitzt stärker, um trotzdem kühl zu bleiben. Das kostet Flüssigkeit und Mineralstoffe.

Viele Freizeitfahrer unterschätzen diesen Effekt. Sie fahren im Sommer genauso wie im Frühjahr und wundern sich dann über Müdigkeit, Kopfschmerzen oder einen Einbruch auf den letzten Kilometern. Die Ursache ist oft schlicht: Der Körper hat zu viel Wasser verloren, und das Gehirn und die Muskulatur bekommen nicht mehr genug Nachschub.

Der häufigste Fehler: zu wenig trinken

Der mit Abstand häufigste Fehler bei sommerlichen Ausfahrten ist zu geringes Trinken. Das hat mehrere Gründe: Man spürt den Durst erst spät, man will nicht anhalten, oder man hat schlicht keine Getränke dabei. Gerade bei längeren Touren rächt sich das.

Die Folge ist ein allmählicher Wassermangel. Sie beginnt lange bevor man Durst verspürt. Zuerst lässt die Konzentration nach, dann sinkt die Leistung, schließlich kommt die Erschöpfung. Im schlimmsten Fall endet die Tour mit Kreislaufproblemen.

Deshalb gilt: Vor der Fahrt ausreichend trinken, während der Fahrt regelmäßig kleine Schlucke nehmen und den Verlust nach der Fahrt ausgleichen. Wer nur auf sein Durstgefühl hört, trinkt in der Regel zu spät und zu wenig.

Was Kleidung bei Hitze leisten kann

Kleidung kann den Flüssigkeitsverlust nicht verhindern, aber sie kann ihn reduzieren und den Tragekomfort verbessern. Drei Eigenschaften sind bei Hitze entscheidend:

Atmungsaktivität. Stoffe, die Luft durchlassen und Feuchtigkeit nach außen transportieren, helfen dem Körper, überschüssige Wärme abzugeben. Synthetische Fasern wie Polyester sind hier oft besser als Baumwolle, weil sie Feuchtigkeit nicht aufsaugen und am Körper kleben lassen, sondern nach außen leiten.

Helle Farben. Helle Kleidung reflektiert das Sonnenlicht, dunkle absorbiert es. Auf einem schwarzen Trikot heizt sich der Körper schneller auf als auf einem weißen oder hellen. Der Unterschied ist bei direkter Sonneneinstrahlung deutlich spürbar.

Lockere Passform. Eng anliegende Kleidung kann die Luftzirkulation behindern. Ein lockerer Schnitt lässt Luft zwischen Stoff und Haut zirkulieren und unterstützt so die Kühlung. Bei Rennradfahrern ist enge Kleidung aus aerodynamischen Gründen üblich. Wer bei Hitze eher gemütlich unterwegs ist, fährt mit weiter geschnittener Kleidung angenehmer.

Baumwolle ist bei Hitze die denkbar schlechteste Wahl. Sie saugt sich mit Schweiß voll, klebt auf der Haut und trocknet nur langsam. Das führt zu Scheuerstellen und einem unangenehmen Kältegefühl, sobald der Fahrtwind dazukommt.

Weitere Hitzefehler vermeiden

Neben dem Trinken gibt es weitere typische Fehler, die die Hitze zur Qual machen:

Zu viel oder zu warme Kleidung. Viele Radfahrer tragen im Sommer noch Beinlinge oder eine dicke Trikotschicht, weil sie morgens beim Start noch frieren. Besser ist das Zwiebelprinzip: mehrere dünne Schichten übereinander, die man unterwegs ablegen kann.

Kein Sonnenschutz. Auch wer nur eine Stunde fährt, bekommt auf freien Strecken viel UV-Strahlung ab. Sonnencreme auf unbedeckten Stellen ist Pflicht, ebenso eine Kappe oder ein Helm mit Belüftung.

Falsche Socken und Schuhe. Dicke Socken stauen Wärme, dunkle Schuhe heizen auf. Dünne, helle Socken und gut belüftete Schuhe sind bei Hitze die bessere Wahl.