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Fahrradkleidung passend zur Fahrintensität wählen

Ob Sie zum Markt radeln oder intensiv trainieren: Mit zunehmender Anstrengung produziert Ihr Körper mehr Wärme. Bei ruhiger Fahrt reicht oft eine zusätzliche Kleidungsschicht. Bei hoher Belastung brauchen Sie leichte, atmungsaktive Kleidung, die Schweiß von der Haut nach außen leitet.

Richten Sie Ihre Kleidung danach, wie anstrengend sich die Fahrt für Sie anfühlt, nicht nur nach dem Tempo. Auch Wetter, Fahrtwind, Fahrtdauer und Ihr persönliches Kälteempfinden spielen eine Rolle.

Entspannt und warm fahren

Bei gemütlichem Radeln entsteht weniger Körperwärme. Ziehen Sie sich bei kühlem Wetter deshalb eher etwas wärmer an als für eine anstrengende Fahrt. Eine zusätzliche dünne Lage lässt sich leichter öffnen oder ausziehen als eine dicke Jacke.

Für kurze Wege reicht bequeme Alltagskleidung, sofern sie Bewegungsfreiheit lässt und nicht scheuert. Achten Sie auf weite Hosenbeine, die sich nicht in Kette oder Fahrradteilen verfangen. Bei Wind schützt eine winddichte Außenschicht. Für längere, lockere Touren wird Kleidung angenehmer, die Feuchtigkeit nach außen leitet und schnell trocknet.

Beim Radtraining flexibel kleiden

Bei einer gleichmäßigen Ausdauerfahrt wird Ihnen wärmer als beim entspannten Rollen, und Sie schwitzen mehr. Wählen Sie daher ein Oberteil, das Feuchtigkeit vom Körper wegtransportiert, und kombinieren Sie es mit Schichten, die sich unterwegs anpassen lassen. Eine Jacke, die sich öffnen oder verstauen lässt, hilft bei wechselndem Wetter.

Bei längeren Fahrten zählt auch der Komfort am Sattel: Eine gepolsterte Radhose kann helfen, Scheuern und Druckstellen zu vermeiden. Für kurze Strecken brauchen Sie nicht unbedingt eine. Kleidung aus Kunstfasern trocknet oft schnell. Merinowolle ist eine Alternative, wenn Sie sie angenehmer finden. Achten Sie auf eine Passform, in der Sie sich wohlfühlen.

Bei hohem Tempo leichter starten

Bei schnellen Fahrten produziert der Körper mehr Wärme. Intervalltraining und anstrengende Anstiege erhöhen die Wärmeproduktion ebenfalls. Zu viele wärmehaltende Kleidungsschichten führen dann rasch zu Überhitzung und feuchter Kleidung. Wählen Sie bei gleichem Wetter daher leichtere Schichten als für eine gemütliche Fahrt. Als erste Schicht direkt auf der Haut eignet sich ein dünnes Oberteil, das Schweiß nach außen leitet.

Windschutz bleibt trotzdem sinnvoll: Auf Abfahrten, in Pausen oder bei Wetterwechsel kühlt der Fahrtwind aus. Eine leichte Weste oder Jacke lässt sich bei Bedarf überziehen. Wie viele Schichten Sie brauchen, hängt davon ab, wie schnell Ihnen kalt wird und wie stark Sie sich anstrengen.

Wetter und Sicherheit mitdenken

Temperaturangaben auf Kleidung geben nur eine grobe Orientierung. Wie warm oder kalt Ihnen wird, hängt neben der Anstrengung auch von Wind und Regen sowie von der Fahrtdauer ab. Prüfen Sie vor der Abfahrt das Wetter und wählen Sie Kleidungsschichten, die Sie unterwegs anpassen können. Bei Regen schützt eine geeignete Außenschicht. Sehr undurchlässige Kleidung kann darunter jedoch Wärme stauen und Schwitzen verursachen.

Vergessen Sie Hände und Füße nicht. Kalte, steife Finger erschweren das Bremsen, deshalb sollten Handschuhe zur Witterung passen. Bei Hitze helfen leichte, atmungsaktive Kleidungsstücke; denken Sie zusätzlich an Sonnenschutz. Sichtbarkeit und Bewegungsfreiheit bleiben bei jeder Fahrweise wichtig.