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Fahrradbrillen

Fahrradbrillen für Dämmerung und Wolken

Bei bedecktem Himmel und in der Dämmerung sollte eine Fahrradbrille viel Licht durchlassen. Bei sehr schwachem Licht eignen sich klare Gläser. Bei Wolken können helle gelbe, bernsteinfarbene oder roséfarbene Gläser den Kontrast stärker erscheinen lassen. Wie deutlich dieser Effekt ist, hängt von der Umgebung ab. Hindernisse sind dadurch nicht automatisch besser zu erkennen.

Die Lichtdurchlässigkeit gibt an, wie viel sichtbares Licht durch das Glas gelangt. Je höher der Wert, desto heller sehen Sie.

Welche Tönung passt bei Dämmerung?

Glasfarbe Geeignet für Worauf Sie achten sollten
Klar Dämmerung und Dunkelheit Lässt viel Licht durch, bietet aber keine gezielte Kontrastverstärkung.
Helles Gelb Wolken und flaches Tageslicht Kann das Bild heller oder kontrastreicher wirken lassen. Der Effekt hängt vom Hintergrund ab.
Amber oder Rosé Diffuses Licht Kann den Kontrasteindruck unterstützen. Prüfen Sie, wie viel Licht das konkrete Glas durchlässt.
Grau Helles Tageslicht Hält Farben vergleichsweise neutral. Dunkle graue Gläser nehmen bei Dämmerung zu viel Licht weg.
Selbsttönend Wechselnde Helligkeit Prüfen Sie die angegebene Lichtdurchlässigkeit und wie schnell sich das Glas aufhellt. Die Werte unterscheiden sich je nach Modell.

Wenn Sie bis in die Dämmerung fahren, wählen Sie ein klares Glas. Bei Wolken am Tag können Sie ein helles gelbes, bernsteinfarbenes oder roséfarbenes Glas ausprobieren, sofern es nicht zu dunkel ist. Dunkle Gläser eignen sich für helles Tageslicht.

Was farbige Gläser am Kontrast ändern

Ein gelber Filter hält einen Teil des kurzwelligeren Lichts zurück. Dadurch können manche Objekte vor bestimmten Hintergründen deutlicher zu sehen sein. Der Effekt hängt vom Muster ab: In Untersuchungen verbesserten gelbe Gläser die Kontrastwerte bei manchen Mustern, bei anderen waren die Werte schlechter. Auch die Tönung verändert, wie Sie Farben wahrnehmen.

In einer kleinen Studie mit jungen Erwachsenen wurden unter anderem klare, hellgelbe und dunkle Gläser verglichen. Bei einzelnen Sehtests im Abendlicht schnitten klare und hellgelbe Gläser besser ab als dunkelgraue. Die Tests fanden unter kontrollierten Bedingungen statt. Sie belegen nicht, dass Radfahrende mit gelben Gläsern Hindernisse im Verkehr früher erkennen. Das Bild kann angenehmer und kontrastreicher wirken. Bei wenig Licht muss vor allem genug Licht durch das Glas gelangen.

Lichtdurchlässigkeit der Gläser prüfen

Der häufig angegebene VLT-Wert der Lichtdurchlässigkeit zeigt, welcher Anteil des sichtbaren Lichts durch das Glas gelangt. Bei klarem Glas ist er typischerweise höher als bei einer dunklen Sonnenbrillentönung. Vergleichen Sie beim Kauf die Angaben zum jeweiligen Glas. Die Farbe allein verrät nicht, wie hell Sie damit sehen.

Die Norm ISO 12312-1 nennt für Sonnenbrillenfilter im Straßenverkehr bei Dämmerung oder Nacht eine Lichtdurchlässigkeit von mindestens 75 Prozent. Dieser Wert dient als Orientierung, ist aber keine eigene Vorschrift für Fahrradbrillen. Bei Dunkelheit bietet ein klares Glas die sicherste Sicht, weil es viel Licht durchlässt. Nehmen Sie sehr dunkle Gläser dann ab.

Selbsttönende Gläser bei wechselndem Wetter

Selbsttönende Gläser passen ihre Tönung an die Helligkeit an. Wie hell sie werden und wie schnell sie ihre Tönung ändern, hängt vom Modell ab. Prüfen Sie vor dem Kauf die Angaben zur Lichtdurchlässigkeit und dazu, wie schnell das Glas heller wird. Wenn Sie regelmäßig in die Dunkelheit fahren, ist ein klares Wechselglas oft die verlässlichere Ergänzung.

Bei Regen, Schmutz oder beschlagenen Gläsern hilft auch eine passende Tönung nur begrenzt. Halten Sie die Gläser sauber und achten Sie auf eine gute Belüftung. Auf nasser Fahrbahn können Spiegelungen die Sicht zusätzlich beeinträchtigen; polarisierte Gläser sind dafür keine pauschale Lösung für jede Fahrsituation.