Viele Fahrradhandschuhe haben am Daumen ein saugfähiges Frotteefeld. Damit wischen Sie sich während der Fahrt Stirn oder Gesicht ab, ohne ein Tuch aus der Tasche zu holen. Bei Wärme und langen, anstrengenden Touren ist das praktisch.
Das Schweißtuch erhöht den Komfort, ist aber nicht für jede Fahrt nötig. Für kurze, gemütliche Strecken oder wenn Sie wenig schwitzen, sind Passform, Griff und Polsterung wichtiger.
Wann das Wischfeld hilft
Ein Daumenfeld ist nützlich, wenn Ihnen bei einer schweißtreibenden Fahrt Schweiß ins Gesicht läuft und Sie regelmäßig wischen möchten. Auch beim Training auf dem Radtrainer oder auf längeren Touren ist es praktisch, direkt am Handschuh wischen zu können. Laut Herstellerangaben eignen sich manche Modelle außerdem, um sich die Nase abzuwischen.
Wischen Sie nur, wenn Sie das Rad dabei sicher kontrollieren können. In einer Kurve sollten beide Hände am Lenker bleiben. Das gilt auch bei dichtem Verkehr und auf unebenem Untergrund. Das Wischfeld verhindert nicht, dass Schweiß in die Augen läuft, und verbessert die Sicht nicht.
Passform, Griff und Polsterung prüfen
Der Handschuh sollte fest sitzen, ohne die Finger einzuengen oder am Lenker zu rutschen. Probieren Sie ihn möglichst mit der Handhaltung aus, die Sie beim Fahren einnehmen: Das Wischfeld sollte dann erreichbar sein und sich angenehm auf der Haut anfühlen.
Achten Sie auch auf die Handfläche. Polsterung und Griffigkeit sollten zu Ihrer Handhaltung und den Druckstellen Ihrer Hände passen. Eine dickere Polsterung ist nicht automatisch bequemer und kann sich für manche Hände klobig anfühlen. Für warme Tage zählen außerdem Belüftung und Material: Ein Schweißtuch allein macht den Handschuh weder kühl noch wasserdicht.
Auch Kurzfinger- und Langfingerhandschuhe gibt es mit Wischfeld. Wählen Sie die Fingerlänge nach Wetter und Einsatzbereich. Beachten Sie bei der Pflege die Angaben des Herstellers, denn die Waschhinweise unterscheiden sich je nach Modell.