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Arm- & Beinlinge

Armlinge und Beinlinge richtig nutzen

Armlinge und Beinlinge ergänzen Kurzarmtrikot und kurze Radhose an kühlen Morgen, auf Abfahrten oder bei wechselhaftem Wetter. Die elastischen Teile lassen sich unterwegs ausziehen und in der Trikottasche verstauen. Damit halten Sie Arme und Beine je nach Bedarf warm.

Wie warm die Kleidung sein muss, hängt von Temperatur, Wind und Nässe ebenso ab wie von Fahrtempo und persönlichem Kälteempfinden. Eine feste Temperaturgrenze gibt es nicht. Bei kühlem Tourstart und warmem Nachmittag sind abnehmbare Schichten besonders praktisch.

Armlinge und Beinlinge richtig anziehen

Ziehen Sie Beinlinge unter den Beinabschluss der Radhose. Der Hosenabschluss liegt über dem oberen Rand der Beinlinge und hält sie an Ort und Stelle. Der Beinling reicht je nach Schnitt vom Oberschenkel bis zum Knöchel. Achten Sie darauf, dass beim Beugen des Knies keine störenden Falten in der Kniekehle entstehen.

Bei Armlingen ziehen Sie meist den kurzen Trikotärmel über den oberen Rand des Armlings. So bleibt der Übergang bedeckt und der Armling sitzt besser. Die Modelle und Anleitungen unterscheiden sich. Wichtig ist, dass der Stoff in Fahrhaltung nicht rutscht und keine Lücke zwischen Ärmel und Armling bleibt.

Die Radhose und ihr Sitzpolster tragen Sie direkt auf der Haut. Legen Sie keine zusätzliche Schicht zwischen Haut und Polster. Armlinge und Beinlinge kommen außen über die passende Hautpartie, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Wann Armlinge und Beinlinge sinnvoll sind

Armlinge und Beinlinge passen besonders zu Touren, bei denen die Temperatur im Tagesverlauf oder auf der Strecke deutlich schwankt. Bei einem kühlen Start halten sie Arme und Beine warm; wird es später sonnig und mild, nehmen Sie die Teile ab. Auch auf langen Abfahrten schützen sie vor dem Fahrtwind, selbst wenn Sie beim Anstieg zuvor stark in die Pedale getreten haben.

Als grobe Orientierung: Ein Hersteller empfiehlt bei einem Start um 8 bis 12 Grad und einem Nachmittag um 18 bis 22 Grad leichte Armlinge; Beinlinge seien in diesem Beispiel meist nicht nötig. Andere Bekleidungsschemata setzen schon bei kühleren, gleichmäßigen Bedingungen auf lange Kleidung. Die Zahlen sind daher keine allgemeingültigen Grenzwerte. Wenn es den ganzen Tag kühl bleibt, sind ein Langarmtrikot oder eine lange Radhose oft die einfachere Wahl.

Vor Wind oder leichtem Spritzwasser schützen nur Materialien, die dafür ausgelegt sind. Eine wasserabweisende Beschichtung hält Spritzer ab, macht Armlinge und Beinlinge aber nicht automatisch wasserdicht. Bei unsicherem Wetter ergänzt eine kleine Windweste den Schutz am Oberkörper.

Armlinge und Beinlinge unterwegs anpassen

Ziehen Sie Armlinge oder Beinlinge aus, sobald Sie merken, dass Ihnen dauerhaft zu warm wird. Warten Sie nicht, bis Sie stark schwitzen: Feuchte Kleidung fühlt sich bei einer späteren Abfahrt oder einer Wetteränderung schnell kühl an. Verstauen Sie die Teile so, dass Sie sie bei einem Temperaturabfall wieder leicht erreichen.

Sie müssen Arme und Beine nicht gleichzeitig wärmer halten. Bei mildem Wetter reicht vielleicht ein Paar Armlinge für den kühlen Start; auf einer langen Abfahrt kommen Beinlinge dazu. Prüfen Sie vor der Abfahrt, ob Sie die Teile mit einer Hand an- und ausziehen können, ohne dass sie sich verdrehen.

Passform und Material wählen

Armlinge und Beinlinge sollen eng anliegen, ohne einzuschnüren. Elastische Abschlüsse oder Silikonstreifen bremsen das Verrutschen. Drücken die Teile unangenehm oder hinterlassen sie starke Abdrücke, passt die Größe oder der Schnitt nicht. Das gilt auch, wenn sie beim Treten rutschen.

Leichte Stoffe eignen sich für milde Übergangsbedingungen. Angeraute oder mit Fleece gefütterte Modelle bieten mehr Wärme für kühlere Fahrten. Orientieren Sie sich an den Herstellerangaben und daran, wofür Sie die Teile nutzen. Temperaturangaben zu einzelnen Modellen lassen sich nicht pauschal auf alle Produkte übertragen. Bei Sonne können leichte Modelle mit UV-Schutz zusätzlich nützlich sein.