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Radbekleidung

Armlinge, Beinlinge und Knielinge richtig nutzen

Armlinge, Beinlinge und Knielinge sind elastische Stoffschläuche. Radfahrer ziehen sie über die kurze Radhose und das Trikot, wenn es morgens kühl ist oder eine lange Abfahrt bevorsteht. So wird die Sommerkleidung zur Übergangsgarderobe, ohne eine zweite Ausrüstung mitnehmen zu müssen.

Beinlinge und Knielinge gehören über die Radhose, Armlinge über den Trikotärmel. Unterwegs streifen Radfahrer alle drei in Sekunden ab und stecken sie in die Trikottasche.

Wann Sie welche Teile brauchen

Beinlinge bedecken das Bein vom Oberschenkel bis zum Knöchel und schützen das Kniegelenk vor Kälte, Wind und UV-Strahlung. Sie passen, wenn Sie bei kühlen Temperaturen trotzdem kurze Hosen fahren wollen. Bei langen Abfahrten im Gebirge sind sie auch im Sommer praktisch, weil der Fahrtwind die Beine schnell auskühlen lässt.

Armlinge schützen die Arme vom Oberarm bis zum Handgelenk. Sie sind praktisch, wenn die Arme frieren, der Rest des Körpers aber nicht, etwa bei windigen Morgenfahrten oder auf Abfahrten. Im Sommer halten sie zudem die UV-Strahlung von der Haut fern, wenn Sie nicht extra Sonnenschutzmittel auftragen wollen.

Knielinge sind die kürzeste Variante und bedecken nur den Bereich um das Knie. Sie eignen sich für kühle Morgenstunden, in denen Oberschenkel und Unterschenkel noch warm genug sind, das Kniegelenk aber geschützt werden soll. Weil sie weniger Stoff haben, sind sie leichter zu verstauen als Beinlinge.

So sitzen die Teile richtig

Beinlinge und Knielinge ziehen Sie über die Trägerhose, also die Radhose mit den Schulterträgern. Das obere Ende hat innen einen Silikonstreifen, der das Bein umschließt und dafür sorgt, dass der Stoff nicht rutscht. Ziehen Sie die Beinlinge so weit hoch, dass der Silikonstreifen oberhalb des Hosenbeins auf dem Oberschenkel sitzt. Glätten Sie den Stoff, besonders rund ums Knie. Falten scheuern auf Dauer und schränken die Bewegungsfreiheit ein.

Armlinge ziehen Sie über den Trikotärmel. Der Silikonstreifen am oberen Ende hält sie am Oberarm, das untere Ende reicht bis zum Handgelenk. Achten Sie darauf, dass der Armling nicht verdreht ist. Sonst drückt die Naht beim Fahren.

Die Teile müssen eng anliegen, aber nicht einschnüren. Wenn der Silikonstreifen tiefe Rillen hinterlässt oder die Durchblutung stört, ist die Größe zu klein. Wenn der Stoff rutscht oder Falten wirft, ist er zu groß.

Das richtige Material wählen

Für kalte Tage greifen Sie zu Beinlingen mit gebürsteter Hautseite. Die aufgerauten Fasern auf der Innenseite speichern Wärme und fühlen sich auf der Haut angenehm an. Modelle aus Merinowolle halten warm, sind atmungsaktiv und nehmen Gerüche weniger an, was bei mehrtägigen Touren praktisch ist. Kunstfasern trocknen schneller und sind oft günstiger.

Wenn es nass werden kann, lohnt ein wasserabweisendes Modell. Es hält Spritzwasser und Nieselregen ab, ist bei starkem Regen aber kein Ersatz für eine Regenhose. Achten Sie außerdem auf ausreichend Elastizität, denn nur ein elastischer Stoff passt sich der Bewegung beim Treten an, ohne zu verrutschen oder einzuschnüren.

Kompressions-Beinlinge sind eine eigene Kategorie. Sie sitzen enger und üben gleichmäßigen Druck auf das Bein aus, was die Durchblutung anregt. Dadurch können Muskelermüdung und Regenerationszeit sinken. Wer lange oder intensive Touren fährt, kann damit experimentieren. Für den Alltag sind normale Beinlinge ausreichend.

Pflege und Aufbewahrung

Armlinge, Beinlinge und Knielinge sind klein und leicht. Sie passen zusammengerollt in jede Trikottasche. Nehmen Sie sie auf jede Tour mit, auch wenn die Vorhersage warm ist. Eine Abfahrt oder ein Wetterumschwung reicht, um sie zu brauchen.

Beim Waschen gilt: Beachten Sie das Pflegeetikett. Die meisten Modelle vertragen einen Schonwaschgang bei niedriger Temperatur. Weichspüler sollten Sie weglassen, weil er die elastischen Fasern und den Silikonstreifen angreift. Hängen Sie die Teile zum Trocknen auf. Der Trockner schrumpft die elastischen Fasern.