Ist die Hinfahrt mild und die Rückfahrt erst später, tragen Sie mehrere dünne Schichten: Eine leitet Feuchtigkeit von der Haut weg, eine wärmt und eine schützt vor Wind oder Regen.
Nehmen Sie für die Rückfahrt eine zusätzliche Lage mit. Bei längeren Pausen brauchen Sie mehr Wärme als beim Treten. Welche Kleidung passt, hängt von Wind, Nässe, Tempo und Ihrem Kälteempfinden ab; eine feste Temperaturgrenze gibt es nicht.
Fahrradkleidung in Schichten wählen
Tragen Sie als erste Lage ein körpernahes, atmungsaktives Unterhemd. Darüber passt je nach Wetter ein Trikot oder ein langärmeliges Thermotrikot. Eine leichte winddichte Jacke oder Weste ergänzt die Kombination, wenn der Fahrtwind abends unangenehm wird. Bei Regen schützt eine Regenjacke; sie hält Nässe ab, ersetzt aber keine zusätzliche Wärmeschicht.
Wählen Sie die Kleidung so, dass Sie beim Losfahren nicht schon stark schwitzen. Zu warme Kleidung wird während der Fahrt schnell unangenehm, und feuchte Kleidung kann in einer Pause zum Auskühlen beitragen. Mit einer dünnen Schicht, die Sie unterwegs ausziehen und verstauen können, passen Sie Ihre Kleidung leichter an.
Für eine kurze, trockene Rückfahrt reicht vielen eine Kombination aus Unterhemd, Trikot und leichter Windjacke. Wird es kühler oder fahren Sie langsam, nehmen Sie ein wärmeres Oberteil mit. Da der Materialname allein nicht zuverlässig zeigt, wie schnell ein Kleidungsstück trocknet und wie gut es wärmt, achten Sie auch auf Schnitt, Verarbeitung und Tragegefühl bei Bewegung.
Beine, Hände und Kopf schützen
An den Beinen helfen lange Radhosen oder eine zusätzliche Lage unter der Hose. Bei kaltem Fahrtwind oder Nässe schützen Überschuhe die Füße; warme Socken oder isolierende Einlegesohlen ergänzen den Schutz. Achten Sie darauf, dass nichts so eng sitzt, dass es beim Treten drückt.
Winddichte Handschuhe halten die Finger warm, müssen aber Bremsen und Schaltung sicher bedienbar lassen. Ein dünnes Mützchen unter dem Helm oder ein Schlauchtuch schützt Kopf, Hals und Gesicht vor Zugluft. Prüfen Sie vor der Fahrt, dass die zusätzliche Kleidung den Sitz des Helms nicht beeinträchtigt.
Rückfahrt und Pausen planen
Verstauen Sie für die Rückfahrt eine klein verpackbare Windjacke oder Weste in Tasche oder Rucksack. Wenn Regen möglich ist, nehmen Sie Regenkleidung mit. Sie schützt vor Nässe, liefert aber nicht automatisch genug Wärme. Bei längeren Touren ist trockene Wechselkleidung sinnvoll, falls das Unterhemd oder Trikot durch Schweiß feucht geworden ist.
Wenn Sie unterwegs länger pausieren, packen Sie eine zusätzliche Wärmeschicht ein, etwa ein wärmeres Oberteil zum Überziehen. Was während der Fahrt angenehm ist, reicht im Stillstand oft nicht aus, weil Sie sich dann weniger bewegen. Überlegen Sie vor der Abfahrt, ob Sie draußen warten oder länger pausieren. Nehmen Sie dann Kleidung mit, die Sie in der Pause zusätzlich wärmt.
Fahren Sie in der Dämmerung oder Dunkelheit, achten Sie neben der Wärme auch auf gute Sichtbarkeit. Reflektierende Elemente an Kleidung und Tasche machen Sie im Scheinwerferlicht besser erkennbar.