Beim Radfahren wärmt Sie die Bewegung. In der Pause bewegen Sie sich weniger und Ihr Körper produziert weniger Wärme. Kühle Luft, Wind und verschwitzte Kleidung lassen Sie dann schneller frieren. Eine leichte Zusatzschicht im Gepäck hält Sie warm, ohne dass Sie während der Fahrt zu dick angezogen sind.
Warum Sie in Pausen frieren
Beim Treten produziert der Körper Wärme. In der Pause sinkt diese Wärmeproduktion, während feuchte Kleidung weiterhin Wärme vom Körper ableitet. Wind verstärkt das Kältegefühl. Sie frieren besonders nach anstrengenden Abschnitten, wenn Sie geschwitzt haben, und bei längeren Pausen.
Ziehen Sie sich für die Fahrt so an, dass Sie beim Treten nicht stark schwitzen, und legen Sie beim Anhalten eine zusätzliche Schicht an. Nehmen Sie sie vor dem Weiterfahren wieder ab, wenn sie Sie bei der Anstrengung zu sehr wärmen würde.
Schichten für Fahrt und Pause
Mehrere dünne Schichten lassen sich leichter an wechselnde Bedingungen anpassen als eine einzelne dicke Jacke. Öffnen Sie beim Fahren Reißverschlüsse, wenn Ihnen warm wird, oder legen Sie eine Lage ab. Vor einer längeren Pause ziehen Sie die zusätzliche Schicht wieder an.
Eine leichte Isolationsjacke oder ein warmer Pullover eignet sich für kühle Pausen. Bei Wind oder feuchtem Wetter hilft eine wind- oder wetterabweisende Jacke. Für kurze Stopps kann eine Weste praktisch sein, wenn Sie vor allem den Oberkörper vor Wind schützen möchten. Verstauen Sie die Pausenschicht oben in der Gepäcktasche oder in einer passenden Trikottasche, damit Sie sie schnell erreichen, statt sie unter anderem Gepäck zu vergraben.
Kleidung vor der Weiterfahrt anpassen
Ziehen Sie die Zusatzschicht gleich nach dem Anhalten an, besonders wenn Ihre Kleidung feucht ist oder Sie an einem windigen Ort pausieren. Vor dem Weiterfahren prüfen Sie, wie anstrengend der nächste Abschnitt wird und wie stark der Fahrtwind ist. Bei einem steilen Anstieg wird eine warme Jacke schnell zu warm; auf einer windigen Abfahrt kann eine dünne Windschicht dagegen angenehm sein.
Sie müssen nicht bei jeder Pause die Kleidung wechseln. Wenn das Trikot trocken ist und die Pause kurz bleibt, reicht oft die zusätzliche Lage darüber. Ist die Kleidung deutlich schweißfeucht, vermeiden Sie nach Möglichkeit, mit zu vielen warmen Schichten weiterzufahren: So verhindern Sie, dass Sie erneut stark schwitzen und bei der nächsten Pause wieder auskühlen.
Material und Wetter berücksichtigen
Bei langen Touren mit viel Anstrengung sollte Ihre Kleidung Feuchtigkeit von der Haut nach außen leiten. Dafür werden oft Funktionsfasern aus Kunstfaser verwendet. Auch Merinowolle ist eine angenehme Alternative. Welche Kleidung sich für Sie am besten anfühlt, hängt davon ab, wie warm Ihnen persönlich ist, welches Wetter herrscht und wie intensiv die Tour ausfällt.
Planen Sie auch Abfahrten und wechselnde Bedingungen ein. Nach einem schweißtreibenden Anstieg schützt eine winddichte Weste oder Jacke vor Fahrtwind. Bei Regen brauchen Sie Wetterschutz, doch eine wenig atmungsaktive Jacke kann bei hoher Anstrengung zu Wärmestau und stärkerem Schwitzen führen. Passen Sie die Schichten deshalb lieber unterwegs an, statt eine besonders warme oder dichte Lage ständig zu tragen.