Beinlinge tragen Sie über einer kurzen Radhose. Sie wärmen bei kühlem Fahrtbeginn und auf kalten Abfahrten. Wird es wärmer, können Sie sie ausziehen und verstauen.
Wählen Sie die Größe nach der Herstellertabelle und ziehen Sie die Beinlinge glatt und körpernah an. Prüfen Sie den Sitz in Fahrposition: Falten, Druckstellen und ein rutschender oberer Rand stören beim Treten.
Wann Beinlinge praktisch sind
Beinlinge eignen sich besonders für wechselhaftes Wetter im Frühling und Herbst. Sie sind praktisch, wenn Sie morgens bei kühlen Bedingungen losfahren, später aber mit steigenden Temperaturen rechnen. Auf längeren oder bergigen Touren können Sie sie vor einer kalten Abfahrt anziehen und bei Wärme wieder ausziehen.
Eine feste Temperaturgrenze gibt es nicht. Wind, Regen, körperliche Belastung und Ihr persönliches Wärmeempfinden beeinflussen, ob Beinlinge angenehm sind. Auch die Materialeigenschaften zählen: Eine warme Ausführung ist nicht automatisch wind- oder wasserdicht. Prüfen Sie deshalb die Produktangaben, wenn Sie Schutz vor Wind oder Regen brauchen.
Bleibt es während der ganzen Fahrt kalt, bietet eine lange Radhose durchgehende Abdeckung. Sie sind besonders praktisch, wenn Sie unterwegs zwischen mehr und weniger Wärmeschutz wechseln möchten.
So sollten Beinlinge sitzen
Schauen Sie zuerst in die Größentabelle des jeweiligen Herstellers. Schnitte und Materialien unterscheiden sich. Kaufen Sie Beinlinge deshalb nicht automatisch kleiner oder größer als Ihre übliche Größe. Sie sollten eng genug anliegen, damit sie beim Pedalieren nicht flattern, aber die Bewegung nicht einschränken.
Ziehen Sie den Stoff glatt und verteilen Sie ihn gleichmäßig am Bein. Beugen Sie die Knie und prüfen Sie den Sitz in Fahrposition. Der obere Rand sollte hoch genug sitzen, damit sich Beinling und Hosenbein überlappen. Bei vielen Modellen hält ein Silikonrand oder ein anderes elastisches Band am oberen Rand den Beinling an Ort und Stelle.
Beinlinge gegen Verrutschen sichern
Rutschen die Beinlinge, kontrollieren Sie zuerst die Größe und die Position des oberen Randes. Sitzt der obere Rand zu tief oder liegt der Stoff dort in Falten, rutscht der Beinling leichter. Ziehen Sie den Beinling glatt und setzen Sie den oberen Rand so, dass er sich mit dem Hosenbein überlappt.
Bei der üblichen Trageweise liegt der obere Teil der Beinlinge unter dem Hosenbein. Die Hose bedeckt so den Übergang. Bei vielen Modellen liegt der Silikonrand direkt auf der Haut. Die Konstruktion unterscheidet sich jedoch je nach Produkt, deshalb sollten Sie auch die Herstellerhinweise beachten.
Drückt oder scheuert der Abschluss auf der Haut, prüfen Sie zunächst Größe und Sitz. Manche Radfahrer tragen Beinlinge bei langen Fahrten über der Trägerhose, weil sich der Abschluss dann angenehmer anfühlt oder die Beinlinge leichter auszuziehen sind. Das ist eine individuelle Lösung und keine allgemeine Regel. Probieren Sie die Variante auf einer kürzeren Fahrt aus, bevor Sie sie auf einer langen Tour nutzen.