Im Sommer schwitzen die Hände auf langen Touren, bei Kälte und Wind werden sie klamm, und bei einem Sturz schürft sich die Haut an den Handballen ab. Fahrradhandschuhe leiten Feuchtigkeit ab, halten die Finger warm und schützen die Hände bei Stürzen. Jahreszeit, Fahrweise und Passform bestimmen das passende Modell.
Schutz vor Schweiß, Kälte und Stürzen
An den Händen schwitzt der Mensch stark. Nasse Hände verlieren den Grip am Lenker. Bei hohen Temperaturen entstehen an den Handballen schnell schmerzhafte Druckstellen. Fahrradhandschuhe mit atmungsaktiven Funktionsfasern leiten die Feuchtigkeit nach außen und halten die Grifffläche trocken. Dadurch bleibt die Hand auch auf langen Touren sicher am Lenker.
Im Winter kühlen die Hände durch den Fahrtwind schnell aus, und bei Regen und Wind werden die Finger klamm und lassen sich kaum noch bewegen, was die Bedienung von Bremse und Schaltung erschwert. Geschlossene Handschuhe aus wind- und wasserabweisendem Material verhindern das Auskühlen.
Hinzu kommt die Sturzgefahr. Bei einem Sturz nehmen die Hände den Aufprall häufig zuerst ab. Die Haut an den Handballen schürft sich auf. Handschuhe mit verstärkter Innenhand verhindern einen großen Teil dieser Verletzungen.
Fingerfrei, vollständig oder mit Überzug
Der klassische Sommerhandschuh lässt die Fingerspitzen frei, sodass Sie den Lenker und die Bremsen gut im Griff haben. Vor allem Rennradfahrer und Triathleten tragen diese Ausführung. Mountainbiker tragen häufiger Handschuhe, die die gesamten Finger einschließen; diese bieten bei Stürzen im Gelände mehr Schutz.
Winterhandschuhe sind immer vollständig geschlossen, sonst werden die Fingerspitzen zu kalt. Besonders funktional sind Modelle mit einem Aufsatz, der sich bei Bedarf über die Finger ziehen lässt. Bei wechselnden Temperaturen tragen Sie den Handschuh mit oder ohne Überzug.
Materialien für Grip und Atmungsaktivität
Die Griffflächen der Handschuhe sind aufgeraut oder mit einer Gummibeschichtung versehen. So rutschen die Hände nicht vom Lenker. Das Material muss fest und wasserabweisend sein. Gleichzeitig brauchen Sie genügend Gefühl in den Händen, um Schaltung und Bremse präzise zu bedienen. Atmungsaktive Funktionsfasern leiten die Feuchtigkeit nach außen und verhindern ein Abrutschen von den Handgriffen.
Die richtige Passform
Die Handschuhe dürfen weder zu groß noch zu klein sein. Zu große Modelle rutschen bei der Fahrt. Zu kleine geben der Hand zu wenig Bewegungsfreiheit und schnüren ein. Die Fingerspitzen dürfen ruhig etwas größer ausfallen. So werden die Fingerkuppen nicht eingeengt. Am Handgelenk schließen die Handschuhe mit einem Druckknopf oder einem verstellbaren Klettverschluss. Das Bündchen sollte fest sitzen, aber nicht abschnüren.
Praktisch sind Modelle mit einem Schweißtuch auf der Oberseite. Damit wischen Sie sich während der Fahrt den Schweiß von der Stirn. Sie müssen nicht nach einem Taschentuch suchen und verhindern, dass er in die Augen läuft.
Kaufkriterien
Die Auswahl ist groß. Legen Sie vor dem Kauf ein paar Kriterien fest. Entscheidend ist zuerst die Jahreszeit, für die Sie Handschuhe benötigen. Sommer- und Wintermodelle unterscheiden sich im Material und im Fingereinschluss. Beide sollten atmungsaktiv sein. Dann überhitzen die Hände nicht und schwitzen nicht zu stark.
Haben Sie sich für eine Variante entschieden, probieren Sie die Handschuhe unbedingt an. Die Passform entscheidet über den Tragekomfort. Die Hersteller schneiden ihre Modelle unterschiedlich. Ein Handschuh, der bei einem Hersteller perfekt sitzt, kann bei einem anderen zu eng oder zu weit sein.
Empfehlungen aus Tests
In Vergleichstests von Fahrradhandschuhen haben sich einige Modelle für bestimmte Einsatzbereiche bewährt. Der Bergzeit Basics Jeuf Pro wurde als Testsieger für Gravel und Allround-Einsatz genannt. Seine enganliegende Innenhand und der hohe Tragekomfort überzeugten. Für Rennradfahrer empfiehlt sich der Poc Agile Short. Er ist an heißen Tagen besonders luftig. Beim Mountainbiken überzeugte der Roeckl Sports Mori 2 durch Komfort und Vielseitigkeit.
Ein weiterer Test von rund 70 Handschuhmodellen in drei Kategorien kürte den Q36.5 Dottore Clima zum besten Sommerhandschuh. Für den Winter überzeugte der Chiba BioXCell Warm. Für Mountainbiker empfahl der Test den Endura Hummvee Plus II. Der 100% Brisker hat eine Innenhand aus synthetischem Veloursleder und eine leicht isolierte Softshell-Außenhand. Dazu kommt ein feuchtigkeitsaufnehmendes Mikrofaserfutter. Ein Silikondruck auf der Innenhand verbessert den Grip. Ein reflektierendes Element auf der Oberseite erhöht die Sichtbarkeit. Der Handschuh ist in vielen Farbvarianten zu einem niedrigen Preis erhältlich. Er spricht modebewusste Biker an.
Die Testergebnisse sind subjektiv und passen nicht zu jeder Handform. Die beiden Tests benennen unterschiedliche Sommerhandschuhe als Testsieger. Sie gewichten unterschiedliche Kriterien. Probieren Sie die Modelle daher selbst an, bevor Sie sich entscheiden.