Der Reißverschluss an einer Radjacke oder -weste beeinflusst, wie leicht Sie das Kleidungsstück anziehen und während der Fahrt lüften. Am Hals sollte er bequem sitzen. Ein verdeckter Reißverschluss, ein durchgehender Frontreißverschluss und eine Abdeckung am oberen Ende erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Achten Sie beim Kauf darauf, wie der Reißverschluss verarbeitet ist und wo er beim Fahren am Körper anliegt. Eine Stoffleiste deckt ihn ab, macht das Kleidungsstück aber nicht automatisch wind- oder wasserdicht.
Was verdeckte Reißverschlüsse leisten
Ein verdeckter Reißverschluss ist durch Stoff oder seine Einnähung weniger sichtbar. So wirkt die Vorderseite glatter. Ob der Reißverschluss vor Wetter schützt, hängt von seiner Konstruktion ab. Eine Abdeckleiste über dem Verschluss bietet bei manchen Jacken und Westen zusätzlichen Schutz. Sie ist nicht dasselbe wie ein ausdrücklich als wasserdicht bezeichneter Reißverschluss.
Prüfen Sie deshalb die Angaben zum Kleidungsstück selbst. „Verdeckt“ beschreibt zunächst nur, wie der Reißverschluss verarbeitet ist. Das sagt noch nicht, wie gut er schützt. Bei einer Windweste kann der verdeckt eingenähte Frontreißverschluss Teil der Konstruktion sein. Der Windschutz hängt aber auch vom Material und den übrigen Nähten ab.
Wann ein durchgehender Reißverschluss hilft
Ein durchgehender Frontreißverschluss lässt sich vollständig öffnen. Das erleichtert das An- und Ausziehen. Unterwegs können Sie die Belüftung damit besser anpassen. Wenn Sie am Anstieg Wärme loswerden möchten, können Sie den Verschluss öffnen und ihn bei der Abfahrt wieder schließen.
Bei kaltem Wetter strömt durch eine weit geöffnete Front mehr Luft an den Oberkörper. Manche Radfahrende bevorzugen deshalb einen kürzeren Reißverschluss oder eine Vorderseite, die sich weniger weit öffnen lässt. Probieren Sie die Jacke oder Weste in Ihrer typischen Fahrhaltung an und prüfen Sie, ob sich der Verschluss auch mit Handschuhen gut bedienen lässt.
Zwei-Wege-Reißverschlüsse an Westen
Ein Zwei-Wege-Reißverschluss lässt sich sowohl von oben als auch von unten öffnen. Bei einer Weste kann das die Belüftung erleichtern oder den Zugriff auf die Rückentaschen des darunter getragenen Trikots freigeben, ohne die Weste ganz zu öffnen.
Ob diese Funktion im Alltag nützt, hängt davon ab, welche Kleidung Sie übereinander tragen und wie der Verschluss am jeweiligen Modell sitzt. Wenn Sie während der Fahrt häufig auf die Trikottaschen zugreifen, testen Sie den unteren Schieber beim Anprobieren. Sie sollten ihn bedienen können, ohne dass sich die Weste unangenehm verschiebt.
Schutz vor Reibung am Hals
Am oberen Ende des Reißverschlusses sitzt der Schieber. Liegt er direkt am Hals an, kann er beim Fahren scheuern. Eine kleine Stoffabdeckung über dem Schieber heißt Zipper-Garage. Sie hält den Schieber vom Hals fern, wenn die Jacke oder Weste ganz geschlossen ist.
Die Stoffabdeckung am Hals hält den Schieber fern. Eine innen liegende Leiste entlang des Reißverschlusses kann dagegen die Vorderseite zusätzlich abdecken. Schließen Sie das Kleidungsstück bei der Anprobe ganz und bewegen Sie Kopf und Schultern wie auf dem Rad. Achten Sie darauf, ob der Schieber drückt und ob sich die Stoffabdeckung aufrollt.