Wann lohnt sich ein Radbody?
Ein Radbody kombiniert Fahrradtrikot und Radlerhose in einem Stück. Er sitzt fest, verrutscht während der Fahrt nicht und schützt den ganzen Oberkörper. Ob sich der Einteiler lohnt, hängt von Passform, Fahrtdauer und Ihren Fahrgewohnheiten ab.
Was ein Radbody leistet
Der Radbody ist entweder ärmellos mit sehr kurzen Beinen oder mit halbem Arm und knielangen Beinen erhältlich. Im Sitzbereich ist ein Polster aus Gel oder Leder eingebaut, das bei langen Ausfahrten den Druck auf Gesäß und Dammbereich verringert. Gepolsterte Fahrradhosen erhöhen den Komfort spürbar, weil selbst hochwertige Sättel nach einer gewissen Zeit unangenehm werden.
Der entscheidende Vorteil des Einteilers ist, dass es keinen Übergang zwischen Ober- und Unterteil gibt. Es gibt keine Lücke am Rücken, in die Wind oder Regen greifen, und nichts schiebt sich beim Fahren nach oben oder rutscht herunter. Wer viel in gestreckter Haltung fährt, profitiert davon, dass der Body auch bei Bewegungen an Ort und Stelle bleibt.
Wann sich der Radbody lohnt
Ein Radbody lohnt sich vor allem für Fahrer, die regelmäßig längere Strecken fahren und Wert auf einen festen Sitz legen. Wer mehr als 30 Minuten ohne Pause fährt, merkt schnell, dass auch bequeme Hosen scheuern, kneifen oder einengen können. Ein gut sitzender Einteiler verteilt den Druck gleichmäßiger und verhindert, dass sich Stofflagen verschieben.
Auch für Rennradfahrer, die in einer tiefen, aerodynamischen Position fahren, ist der Radbody eine gute Wahl. Der enge Schnitt liegt am Körper an, ohne einzuengen, und die fehlende Naht auf Höhe der Taille reduziert Druckstellen.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Die Passform ist das wichtigste Kriterium. Nur eine gut passende Größe ist zum Radfahren geeignet. Ein zu weiter Body flattert und scheuert, ein zu enger schneidet ein und schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Probieren Sie den Body in der Radposition an, also mit angewinkelten Armen und leicht vorgebeugtem Oberkörper, nicht im aufrechten Stehen.
Das Material muss Schweiß nach außen ableiten und schnell trocknen. Radbodys werden deshalb aus atmungsaktiven Kunstfasern hergestellt, ähnlich wie andere Radbekleidung, die direkt auf der Haut getragen wird. Ein hoher Anteil an elastischen Fasern sorgt für die enge Passform. Die Nähte sollten flach gearbeitet sein, damit sie nicht auf der Haut scheuern und Wundstellen verursachen.
Ein langer Reißverschluss erleichtert das An- und Ausziehen deutlich. Das klingt nach einem Detail, ist aber im Alltag wichtig, gerade nach der Fahrt, wenn Sie verschwitzt sind und schnell aus der Kleidung wollen. Außerdem haben sich Beinabschlüsse aus Silikon oder Gummi bewährt. Sie verhindern, dass die Beine nach oben rutschen, und scheuern die Haut nicht auf.
Sicherheit und Alltagstauglichkeit
Radbodys werden im Sommer oft ohne Jacke getragen. Auffällige Farben oder reflektierende Elemente sind dann der einzige Schutz, um im Dunkeln gesehen zu werden. Wenn Sie häufig in der Dämmerung oder bei schlechtem Licht fahren, wählen Sie ein Modell mit hellen Farben oder integrierten Reflektoren.
Für Schlüssel, Geld und Ausweis sind Rückentaschen mit Reißverschluss eine praktische Ergänzung. Anders als offene Trikottaschen sichern sie den Inhalt auch bei schneller Fahrt oder unebenem Untergrund. Achten Sie darauf, dass die Taschen nicht zu tief sitzen und den Body ausbeulen.
Wann Sie bei Trikot und Hose bleiben
Der Radbody hat auch Nachteile. Wer unterwegs eine Pause macht und auf die Toilette geht, muss den kompletten Einteiler ausziehen. Das ist umständlicher als bei einer Kombination aus Trikot und Hose. Auch beim Schichten im Frühjahr oder Herbst ist der Einteiler unpraktisch, weil Sie die Kleidung nicht einzeln anpassen können.
Für kurze Fahrten unter 30 Minuten oder für den Weg zur Arbeit reicht eine normale Sportbekleidung oft aus. Der Komfortgewinn des Radbodys macht sich erst bei längeren Ausfahrten bemerkbar, wenn der Sattel spürbar wird und nichts verrutschen soll.