Den passenden Fahrradhelm kaufen
Ein Fahrradhelm schützt nur, wenn er richtig sitzt und richtig getragen wird. Der TÜV-Verband nennt drei Kaufkriterien: Passform, Prüfsiegel und Bauart. Ein hochwertiger Helm verhindert oder mildert schwere Kopfverletzungen. 2024 starben 441 Radfahrer im Straßenverkehr, rund 14.000 wurden schwer verletzt.
So erkennen Sie einen sicheren Fahrradhelm
Ein Fahrradhelm besteht aus einer Schale für den Kopf und einem Kinnriemen zur Befestigung. Bei der Bauart gibt es zwei Grundformen. Softshell-Helme bestehen nur aus einer Hartschaumschicht. Stabiler sind Hardshell-Helme, die zusätzlich eine Außenschale aus Kunststoff tragen. Der TÜV-Verband rät, beim Kauf auf ein Prüfsiegel zu achten. Nur Helme mit einem Prüfsiegel bieten geprüften Schutz. Preiswerte Modelle ohne Siegel sollten Sie meiden, auch wenn sie auf den ersten Blick gleich aussehen.
Zur Ausstattung gehören Belüftungsschlitze, damit sich unter dem Helm keine Wärme staut. Ein feines Netz in den Schlitzen hält im Sommer Insekten fern. Reflektoren und Leuchtstreifen machen Sie bei schlechten Sichtverhältnissen besser sichtbar.
Die Form hängt vom Einsatzzweck ab. Runde Helme umschließen den Kopf gut und eignen sich besonders für Kinder. Rennradfahrer bevorzugen windschnittige Modelle mit längerer Form, an der die Luft seitlich abgeführt wird.
Passform und Anprobe
Der Sitz ist das Wichtigste an einem Helm. Ein Helm, der wackelt oder drückt, erfüllt seine Schutzfunktion nicht. Deshalb sollten Sie den Helm vor dem Kauf anprobieren. Der Helm sollte den Kopf bequem, aber fest umschließen. Er sitzt richtig, wenn er im Vorderkopfbereich bis in die Stirn reicht. Schieben Sie den Helm nicht in den Nacken. Ein justierbarer Kopfring dient zur Feineinstellung. Probieren Sie ihn schon im Geschäft aus.
Gebrauchte Helme sind keine gute Wahl. Auch von einem Kind zum anderen sollten Sie Helme nicht vererben. Jeder Kopf ist anders geformt. Ein Helm, der schon einen Sturz erlebt hat, kann innerlich beschädigt sein, ohne dass man es von außen sieht.
Bei Kindern lohnt es sich, den Helm gemeinsam auszusuchen. Ein Kind, das seinen Helm selbst gewählt hat, setzt ihn beim Fahren auch auf. Ein Helm, der im Schrank liegt, schützt niemanden.
Kinnriemen richtig einstellen
Der Kinnriemen muss fest und sicher sitzen, darf aber keinen Druck auf Ohren oder Halsschlagader ausüben. Achten Sie auf einen Schnappverschluss. Klettverschlüsse können sich bei einem Sturz zu schnell von selbst lösen. Der TÜV-Verband weist darauf hin: Stellen Sie die Riemen korrekt ein, sonst erfüllt der Helm seinen Zweck nicht.
Nach einem Sturz den Helm ersetzen
Ein Helm, der einen Sturz überstanden hat, gehört ersetzt. Durch den Aufprall kann das Material beschädigt sein, auch wenn außen nichts zu sehen ist. Bei einem zweiten Sturz bietet der Helm dann keinen ausreichenden Schutz mehr. Tauschen Sie den Helm nach einem Unfall grundsätzlich gegen ein neues Modell aus.