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Radbekleidung

Die richtige Fahrradbrille

Beim Radfahren sind die Augen ständig Wind, Staub, Insekten und UV-Strahlung ausgesetzt. Eine Fahrradbrille schützt sie vor Verletzungen und langfristigen Sonnenschäden.

Beim Kauf entscheiden die Gläser: Sie bestimmen, wie viel Licht durchgelassen wird und wofür die Brille taugt.

UV-Schutz: Die Kennzeichnung

Das Wichtigste beim Brillenkauf ist der UV-Schutz. Hochwertige Gläser blockieren sowohl UVA- als auch UVB-Strahlung vollständig. Auf der Brille oder der Verpackung finden Sie Kennzeichnungen wie „UV 400", „100 % UV-Schutz", „CE" oder Verweise auf die Norm ISO 12312-1. Alle diese Angaben bedeuten dasselbe: Die Gläser lassen kein schädliches UV-Licht durch.

Das CE-Zeichen nach der EU-Verordnung 765/2008 bestätigt, dass das Produkt die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und im europäischen Binnenmarkt verkauft werden darf. Es sagt allerdings nichts über die Qualität im Vergleich zu anderen Modellen aus. Es bestätigt nur, dass die Grundanforderungen erfüllt sind.

Gläserkategorien: Die richtige Tönung

Die Tönung der Gläser wird in Europa nach der Norm ISO 12312-1 in Kategorien eingeteilt. Der entscheidende Wert heißt VLT (Visible Light Transmission) und gibt an, wie viel sichtbares Licht durch das Glas dringt. Je niedriger der Wert, desto dunkler die Tönung.

Die Kategorien im Überblick:

  • Kategorie 0: farblos, lässt 80 bis 100 Prozent des Lichts durch, geeignet für Nachtfahrten oder schlechtes Wetter
  • Kategorie 1: leicht getönt, 43 bis 80 Prozent, für bewölkte Tage und Dämmerung
  • Kategorie 2: mittel getönt, 18 bis 43 Prozent, der Allrounder für wechselndes Wetter
  • Kategorie 3: dunkel getönt, 8 bis 18 Prozent, die normale Sonnenbrille für sonnige Tage
  • Kategorie 4: sehr stark getönt, 3 bis 8 Prozent, für Hochgebirge und Gletscher, nicht für den Straßenverkehr geeignet

Für die meisten Fahrten in Deutschland ist eine Brille der Kategorie 2 oder 3 die richtige Wahl. Wenn Sie häufig bei wechselndem Wetter unterwegs sind, lohnt sich ein Modell mit Wechselgläsern. Viele Hersteller bieten Sets mit einer dunklen und einer hellen oder klaren Scheibe an, sodass Sie je nach Bedingungen umrüsten können.

Wind, Staub und Insekten

Neben der Tönung erfüllt die Brille eine zweite wichtige Aufgabe: Sie hält Fremdkörper von den Augen fern. Bei höherem Tempo treffen Wind und aufgewirbelter Staub direkt auf die Augen. Das führt zu tränenden Augen und eingeschränkter Sicht. Kleine Steinchen, die von vorausfahrenden Rädern hochgeschleudert werden, können das Auge ernsthaft verletzen. Insekten sind vor allem in den Sommermonaten und auf Landstraßen ein Risiko. Ein Aufprall bei hoher Geschwindigkeit kann schmerzhaft sein und die Sicht kurzzeitig blockieren.

Eine gut sitzende Brille mit gebogenem Glas oder Seitenschutz deckt das Auge vollständig ab, ohne das Sichtfeld einzuschränken. Sportbrillen mit umlaufendem Rahmen oder sogenannte Shield-Modelle, bei denen ein einzelnes gebogenes Glas das gesamte Gesichtsfeld abdeckt, bieten hier den besten Schutz.

Passform: Stabil bei Schweiß

Eine Fahrradbrille muss bei Bewegung und Schweißbildung stabil auf der Nase sitzen. Sie darf weder drücken noch verrutschen, sonst müssen Sie während der Fahrt ständig korrigieren. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Gummierte Bügelenden verhindern das Verrutschen, auch wenn der Kopf nass ist.
  • Verstellbare Nasenpads passen die Brille an unterschiedliche Nasenformen an.
  • Das Gewicht spielt eine Rolle: Leichte Modelle aus Polykarbonat tragen sich auch auf langen Touren angenehm.
  • Die Brille sollte mit Ihrem Helm kompatibel sein, sodass die Bügel nicht am Helmrand scheuern.

Probieren Sie die Brille am besten mit Helm an, denn die Kombination muss in der Praxis funktionieren. Viele Hersteller bieten Brillen in verschiedenen Größen an, die sich an unterschiedliche Gesichtsbreiten anpassen.

Reinigung und Pflege

Die meisten Fahrradbrillen haben eine kratzfeste Beschichtung, die die Gläser vor kleinen Kratzern schützt. Für die Reinigung genügt ein feuchtes Tuch, mit dem Sie die Gläser vorsichtig abwischen. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel oder trockenes Reiben, da dies die Beschichtung angreifen kann. Bei starker Verschmutzung, etwa nach einer Fahrt durch Regen und Matsch, spülen Sie die Brille zuerst mit klarem Wasser ab und trocknen sie anschließend mit einem Mikrofasertuch.