Categories
Radbekleidung

Die richtige Fahrradbrille finden

Fahrradbrillen schützen die Augen vor Sonne, Wind, Insekten, Staub und kleinen Steinen. Beim Kauf entscheiden drei Eigenschaften: Passform, Tönung der Gläser und der Schutz des Gestells.

Drückt oder rutscht die Brille, lenkt das vom Fahren ab. Falsch getönte Gläser verschlechtern die Sicht, statt sie zu verbessern.

Was eine Fahrradbrille leisten muss

Die Brille hat im Radsport drei Aufgaben. Sie hält zu starkes Sonnenlicht von den Augen fern, sie bremst den Fahrtwind ab, damit die Augen nicht tränen, und sie hält Fremdkörper fern. Unterwegs fliegen Insekten, Staub, kleine Steine und Spritzwasser durch die Luft. Ohne Schutz gelangen sie direkt ins Auge. Eine gut sitzende Brille verhindert das.

Passform und Material

Ob die Brille beim Fahren stört, hängt vor allem vom Sitz ab. Drückt das Gestell, entstehen Kopfschmerzen und wunde Stellen, die der Schweiß zusätzlich reizt. Sitzt es zu locker, rutscht die Brille oder fällt herunter. Stellen Sie die Bügel so ein, dass sie weder zu fest noch zu locker sitzen. Der Nasenreiter sollte nur lose aufliegen. Eine Brille sitzt dann optimal, wenn Sie sie während der Fahrt gar nicht wahrnehmen.

Das Material sollte stabil und leicht sein. Kunststoff hat hier Vorteile gegenüber Metall, das unnötig schwer und oft kantig ist. Eine Radsportbrille muss einen Stoß vertragen, ohne dass das Gestell bricht oder die Gläser zerkratzen. Ein geringes Eigengewicht macht das Tragen über längere Strecken angenehmer.

Die richtige Tönung wählen

Die Gläser müssen zur Tageszeit passen. Nachts sind klare Gläser am besten, bei wenig Sonne reicht eine leichte Tönung. Bei starkem Sonnenschein braucht die Brille eine dunkle Tönung mit einem UV-Schutz, damit die Augen vor der Strahlung geschützt sind.

Auch die Glasfarbe spielt eine Rolle. Gelbe Gläser eignen sich bei bedecktem Himmel. Orange-rote Gläser verstärken bei schlechter Sicht die Kontraste, sodass Sie Konturen besser erkennen. Wenn Sie nicht mehrere Brillen mitführen möchten, nehmen Sie ein Modell mit photochromen Gläsern, die sich dem Tageslicht automatisch anpassen. Solche Brillen sind allerdings nicht billig.

Beschlagen verhindern

Wechselt die Temperatur oder steigt die Luftfeuchtigkeit, beschlagen die Gläser schnell. Der Sitz der Brille hilft: Sie darf nicht zu dicht vor den Augen sitzen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Die Gläser sollten groß genug sein, um die Sicht nicht zu behindern, aber nicht so groß, dass sich dahinter Feuchtigkeit staut. Seitliche Schlitze am Gestell verbessern die Luftzirkulation. Die teuerste, aber zuverlässigste Lösung sind Gläser mit einer Antifog-Beschichtung, die das Beschlagen verhindert.

Brillen mit Sehstärke

Wenn Sie eine Sehschwäche haben und keine Kontaktlinsen tragen möchten, lassen Sie sich eine Radbrille mit Sehstärke anfertigen. Der Optiker bietet dafür drei Möglichkeiten: Er schleift die Gläser direkt ein, klebt eine Folie auf oder befestigt optische Clips hinter den Sportgläsern. Clips sind eine flexible und günstigere Alternative. Sie gibt es unter anderem von Julbo, Swiss Eye, Bliz und Demon.

Normale Sonnenbrillen mit Sehstärke eignen sich für den Sport nicht, weil ihnen der nötige Schutz, der Komfort und die Robustheit fehlen. Eine Radbrille mit Sehstärke ist teuer, aber an der Ausstattung sollten Sie nicht sparen. Der Optiker muss die Brille fachmännisch anpassen und die Gläser in der richtigen Stärke einsetzen. An den eigenen Augen sollten Sie nicht herumprobieren.