Die richtige Fahrradbekleidung für Einsteiger
Beim Einstieg ins Radfahren kommt es auf Sicherheit und Komfort an, nicht auf Profi-Ausrüstung. Wenige Teile reichen für die meisten Wetterlagen, wenn Sie Kleidung aus geeigneten Materialien in Schichten tragen.
Die Grundausstattung
Für den Start reichen fünf Teile: Helm, gepolsterte Radhose, Trikot, Handschuhe und Beleuchtung. Der Helm ist Pflicht, denn er schützt den Kopf bei Stürzen. Die Radhose hat ein Sitzpolster, das Druckstellen auf längeren Fahrten verhindert. Das Trikot sitzt eng, damit der Fahrtwind nicht unter den Stoff greift. Es hat Rückentaschen für Handy, Schlüssel und Riegel. Handschuhe schonen die Handflächen und verhindern Blasen. Beleuchtung gehört an jedes Rad, auch wenn Sie nur tagsüber fahren. Bei Nebel oder auf schattigen Strecken sind Sie sonst für andere schwer zu erkennen.
Wer mit dem Rennrad fährt, braucht zusätzlich eine Brille, Trinkflaschen, einen Ersatzschlauch, ein Minitool und eine Pumpe. Die Brille schützt die Augen vor Insekten, Staub und Wind. Flaschen und Werkzeug gehören in die Halterungen am Rahmen, damit Sie unterwegs nicht anhalten müssen, wenn der Reifen schlapp macht.
Zwiebelprinzip bei wechselhaftem Wetter
Bei Temperaturen, die tagsüber stark schwanken, hilft das Zwiebelprinzip. Sie tragen mehrere dünne Schichten übereinander und legen je nach Kälteempfinden eine ab oder ziehen eine an. Eine Basisschicht aus Funktionsmaterial sitzt direkt auf der Haut und transportiert Schweiß nach außen. Darüber kommt ein Trikot oder ein dünner Pullover. Bei kühlen Temperaturen sollte die oberste Schicht winddicht sein. Starker Wind kühlt den Körper schneller aus, als die Lufttemperatur allein vermuten lässt.
Regen und Wind verderben die Freude am Fahren schneller als Kälte. Eine wasserabweisende Jacke, die trotzdem atmungsaktiv ist, hält Sie trocken, ohne dass Sie im eigenen Schweiß baden. Für Dauerregen brauchen Sie eine Jacke, die wirklich dicht hält. Eine dünne Windjacke reicht dafür nicht.
Materialien und Pflege
Funktionsstoffe aus Polyester oder Merinowolle leiten Feuchtigkeit von der Haut weg. Baumwolle saugt sich mit Schweiß voll, klebt auf der Haut und kühlt den Körper aus, sobald Sie langsamer fahren. Für die Basisschicht greifen Sie deshalb zu synthetischen Fasern oder Merinowolle statt zu Baumwoll-T-Shirts.
Die Pflege ist einfach: Radbekleidung waschen Sie bei niedriger Temperatur mit einem milden Waschmittel ohne Weichspüler. Weichspüler legt sich auf die Fasern und verringert die Atmungsaktivität. Polsterhosen trocknen am besten an der Luft, der Trockner schadet den elastischen Bündchen.
Budget und Marken
Für den Einstieg müssen Sie nicht viel ausgeben. Marken wie Craft, Jako und Select bieten solide Radbekleidung zu fairen Preisen. Sie reicht für regelmäßige Touren. Achten Sie beim Kauf auf den Sitz: Die Hose darf nicht rutschen, das Trikot nicht flattern. Probieren Sie die Kleidung in Bewegung an. Im Sitzen auf dem Rad sitzt sie anders als im Stehen vor dem Spiegel.