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Radbekleidung

Fahrradbekleidung: Was brauche ich zum Radfahren?

Welche Fahrradbekleidung sinnvoll ist, hängt von Strecke, Wetter, Fahrtempo und Sitzposition ab. Für die meisten Radfahrer reicht eine flexible Grundausstattung aus Funktionsshirt, bequemer Radhose, wind- oder regendichter Außenschicht, Fahrradhandschuhen und passenden Socken. Eine vollständige Profi-Ausrüstung ist für Alltagsfahrten nicht erforderlich.

Bei kurzen Wegen kann normale Kleidung genügen. Wer regelmäßig pendelt, längere Touren fährt oder sportlich unterwegs ist, profitiert von Kleidung, die Schweiß ableitet, Reibung reduziert und vor Wind und Regen schützt. Die richtige Fahrradbekleidung muss außerdem zur Körperhaltung auf dem jeweiligen Fahrrad passen.

Welche Fahrradbekleidung brauche ich wirklich?

Für den Einstieg genügt eine kleine, gut kombinierbare Ausstattung:

Kleidungsstück Zweck
Funktionsshirt oder Unterhemd transportiert Schweiß vom Körper weg
Radhose oder gepolsterte Innenhose verringert Druckstellen und Reibung
Fahrradtrikot oder Funktionsshirt trocknet schnell und bietet oft Rückentaschen
Windweste oder leichte Windjacke schützt bei Fahrtwind und Abfahrten
Regenjacke hält bei Niederschlag trocken
Fahrradhandschuhe verbessern den Griff und entlasten die Hände
Fahrradsocken vermeiden Feuchtigkeitsstau und Falten im Schuh
lange Hose oder Beinlinge schützen in der Übergangszeit und im Winter
reflektierende Details erhöhen die Sichtbarkeit bei Dunkelheit

Für gelegentliche Fahrten reicht häufig ein Funktionsshirt, eine bequeme Stretchhose und eine leichte Regenjacke. Bei längeren Touren kommen eine gepolsterte Radhose, Handschuhe und eine zusätzliche Wärmeschicht hinzu.

Ein Fahrradhelm, eine funktionierende Beleuchtung und gegebenenfalls eine Fahrradbrille gehören ebenfalls zur Ausrüstung. Sie ersetzen geeignete Kleidung nicht, erfüllen aber andere Aufgaben.

Fahrradbekleidung nach Einsatzbereich

Alltag und Pendeln

Auf dem Weg zur Arbeit zählen Bewegungsfreiheit, Wetterschutz und eine unauffällige Optik. Ein enges Rennradtrikot ist dafür selten nötig. Praktischer sind Kleidungsstücke, die sich mit normaler Alltagskleidung kombinieren lassen.

Eine zweckmäßige Pendler-Ausstattung besteht aus:

  • atmungsaktivem Unterhemd
  • Stretchhose oder dünner Innenhose
  • leichter Regenjacke
  • Regenüberhose für längere Strecken
  • wetterfesten Schuhen oder Überschuhen
  • reflektierenden Elementen
  • trockener Wechselkleidung am Ziel

Für kurze Stadtfahrten eignet sich ein Regenponcho. Er lässt sich schnell überziehen und bedeckt teilweise auch Gepäck und Lenkerbereich. Bei starkem Wind muss er sicher sitzen. Lose Teile dürfen nicht in Speichen, Kette oder Pedale gelangen.

Wer im Büro normale Kleidung trägt, kann eine gepolsterte Innenhose unter einer Stretchhose verwenden. Nach der Fahrt wird die Innenhose ausgezogen, während die äußere Hose sauber und alltagstauglich bleibt.

Touren und Radreisen

Auf längeren Touren muss die Kleidung mehrere Wetterlagen abdecken. Das Schichtenprinzip ist deshalb besonders praktisch. Mehrere dünne Kleidungsstücke lassen sich leichter anpassen als eine einzelne sehr warme Jacke.

Für eine Tagestour oder Radreise eignen sich:

  • zwei bis drei Funktionsshirts
  • eine kurze und eine lange Hose
  • eine leichte Wärmeschicht
  • eine Windweste
  • eine wasserdichte Regenjacke
  • Ersatzsocken
  • dünne Handschuhe
  • gegebenenfalls eine Hose mit abtrennbaren Beinen

Bei Radreisen sollte die Kleidung auch während Pausen und Besichtigungen bequem sein. Eine robuste, etwas weiter geschnittene Fahrradhose ist dafür häufig geeigneter als eine sehr enge Rennradhose.

Rennrad

Auf dem Rennrad sitzt der Körper nach vorn geneigt. Die Kleidung sollte deshalb am Rücken ausreichend lang sein und bei gebeugten Armen nicht spannen. Ein körpernaher Schnitt verringert flatternden Stoff und unterstützt die Bewegungsfreiheit.

Typisch für Rennradbekleidung sind:

  • eng anliegendes Trikot
  • Radhose oder Trägerhose mit Sitzpolster
  • Windweste
  • leichte Regenjacke
  • Armlinge und Beinlinge für wechselnde Temperaturen
  • Fahrradsocken
  • Rennradschuhe

Ein Trikot mit Rückentaschen bietet Platz für Schlüssel, Energieriegel, Mobiltelefon oder eine leichte Windweste. Bei längeren Fahrten sollte eine Tasche mit Reißverschluss wichtige Gegenstände sichern.

Eng anliegende Kleidung lohnt sich vor allem bei sportlichem Tempo und längeren Strecken. Wer aufrecht und langsam fährt, profitiert meist stärker von Komfort, einfacher Pflege und vielseitiger Nutzung.

Gravel und Bikepacking

Gravelräder werden auf Asphalt, Schotterwegen und unbefestigten Strecken gefahren. Die Bekleidung sollte deshalb sportlich, robust und bewegungsfreundlich sein.

Sinnvoll sind:

  • körpernahes, aber nicht zwingend enges Trikot
  • strapazierfähige Shorts oder eine Radhose
  • gepolsterte Innenhose
  • leichte Windweste
  • robuste Handschuhe
  • ausreichend Stauraum
  • Regenbekleidung für wechselhafte Bedingungen

Für längere Schotterstrecken können lockere MTB-Shorts über einer gepolsterten Innenhose angenehmer sein als eine klassische Rennradhose. Beim Bikepacking zählt außerdem, dass die Kleidung wenig Platz benötigt und schnell trocknet.

Mountainbike

Beim Mountainbike stehen Bewegungsfreiheit, Robustheit und Schutz im Vordergrund. Eine lockere Hose lässt mehr Platz für Protektoren und schränkt die Bewegung auf technischen Strecken weniger ein.

Zur MTB-Bekleidung gehören je nach Strecke:

  • MTB-Shorts oder robuste lange Hose
  • gepolsterte Innenhose
  • feuchtigkeitsableitendes Shirt
  • Langarmshirt bei kühlem Wetter
  • Handschuhe mit sicherem Griff
  • Wind- oder Softshelljacke
  • leichte Regenjacke
  • Protektoren bei anspruchsvollen Abfahrten

Beim Downhill und Enduro sind Protektoren für Knie, Ellbogen und Rücken je nach Strecke besonders relevant. Die Kleidung sollte mit diesen Schutzausrüstungen zusammenpassen und darf die Beweglichkeit nicht einschränken.

E-Bike

Beim E-Bike hängt die passende Kleidung stark von Sitzposition und Fahrstrecke ab. Auf einem City- oder Trekking-E-Bike genügt häufig komfortable Alltagskleidung mit gutem Wetterschutz. Auf langen Touren oder bei hoher Unterstützung entsteht trotzdem Wärme und Schweiß.

Praktisch sind:

  • atmungsaktives Shirt
  • bequeme Hose mit ausreichend Bewegungsfreiheit
  • winddichte Außenschicht
  • Regenjacke und gegebenenfalls Regenhose
  • Handschuhe
  • sichtbare Elemente für Fahrten im Stadtverkehr

Die höhere Geschwindigkeit eines E-Bikes verstärkt den Fahrtwind. Eine leichte Windjacke kann deshalb auch bei milden Temperaturen nützlich sein.

Das Schichtenprinzip für wechselhaftes Wetter

Drei Schichten decken die meisten Bedingungen ab: eine Basisschicht, eine Wärmeschicht und eine Außenschicht.

Die Basisschicht

Das Unterhemd liegt direkt auf der Haut. Es sollte Feuchtigkeit aufnehmen oder weiterleiten und schnell trocknen. Polyester und Polyamid eignen sich für schweißtreibende Fahrten besonders gut. Merino-Mischgewebe fühlt sich bei wechselnden Temperaturen angenehm an und nimmt Gerüche teilweise weniger stark an, trocknet aber je nach Material langsamer.

Baumwolle eignet sich für kurze, langsame Fahrten bei trockenem Wetter. Bei intensiver Belastung bleibt sie länger feucht und kühlt den Körper anschließend stärker aus.

Die Wärmeschicht

Die mittlere Schicht speichert Wärme. Je nach Temperatur eignen sich:

  • dünnes Langarmtrikot
  • Fleece
  • Thermotrikot
  • leichte Kunstfaserweste
  • dünne Softshelljacke

Eine dünne, kombinierbare Schicht ist meistens vielseitiger als eine sehr dicke Jacke. Beim Anstieg kann sie im Rucksack verschwinden, während sie bei einer Abfahrt wieder Wärme liefert.

Die Außenschicht

Die äußere Schicht schützt vor Wind, Regen und Spritzwasser. Eine winddichte Jacke reicht für trockene, kühle Bedingungen. Bei längerem Niederschlag braucht es eine wasserdichte Regenjacke.

Atmungsaktivität beschreibt, wie gut Wasserdampf aus dem Inneren nach außen gelangt. Sie hängt nicht allein vom Material ab, sondern auch von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, körperlicher Belastung und der Kleidung darunter.

Fahrradbekleidung bei Regen

Wasserabweisend oder wasserdicht?

Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Schutzgrade:

  • Wasserabweisend: Leichter Regen perlt zunächst ab. Bei längerem Niederschlag dringt Feuchtigkeit durch.
  • Wasserdicht: Material und Nähte sind für stärkeren oder längeren Regen ausgelegt.
  • Winddicht: Das Material hält Fahrtwind weitgehend ab, bietet aber nicht automatisch Regenschutz.
  • Atmungsaktiv: Wasserdampf kann unter bestimmten Bedingungen besser nach außen gelangen.

Eine wasserabweisende Windjacke genügt für kurze Schauer. Wer regelmäßig bei Dauerregen fährt, braucht eine wasserdichte Jacke mit geschützten Nähten und einem ausreichend langen Rücken.

Darauf kommt es bei einer Regenjacke an

  • dichter oder gut abgedeckter Reißverschluss
  • verlängerter Rücken
  • ausreichend lange Ärmel
  • verstellbare Bündchen
  • gut erreichbare Taschen
  • Belüftungsmöglichkeiten
  • reflektierende Details
  • Platz für eine dünne Zwischenschicht
  • Kapuze, die das Sichtfeld nicht einschränkt

Die Jacke sollte in gebeugter Fahrposition anprobiert werden. Im aufrechten Stand wirkt eine kurze Jacke oft passend, während sie auf dem Fahrrad den Rücken nicht ausreichend bedeckt.

Regenhose, Überziehhose oder Poncho?

Eine Regenhose schützt zuverlässig und eignet sich für sportliches Fahren. Eine Überziehhose lässt sich über der normalen Kleidung tragen und passt gut zum Pendeln. Ein Poncho ist schnell angezogen und kann zusätzlich Gepäck abdecken. Bei starkem Wind flattert er jedoch stärker und erfordert besondere Aufmerksamkeit an den Rädern.

Wasserdichte Überschuhe halten Füße und Schuhe bei längerem Regen trocken. Für kurze Wege genügen häufig wasserabweisende Schuhe oder einfache Überzieher.

Radhose und Sitzpolster richtig auswählen

Eine Radhose reduziert Reibung und verteilt den Druck zwischen Körper und Sattel. Sie sollte eng genug sitzen, ohne einzuschneiden. Falten im Sitzbereich führen bei längeren Fahrten schnell zu Druckstellen.

Kurze Radhose

Eine kurze Radhose eignet sich für Sommer, Indoor Cycling und kurze bis mittlere Touren. Das Sitzpolster sollte zur eigenen Sitzposition und zum Sattel passen.

Trägerhose

Eine Trägerhose bleibt während der Fahrt zuverlässig an ihrem Platz. Der Bund schneidet weniger ein, weil die Hose über Träger gehalten wird. Das ist auf langen, sportlichen Fahrten angenehm. Der Toilettengang ist allerdings umständlicher.

Gepolsterte Innenhose

Eine Innenhose lässt sich unter einer lockeren Shorts oder einer normalen Stretchhose tragen. Sie eignet sich für Alltag, Trekking und MTB. Für sehr lange sportliche Fahrten bietet eine speziell sitzende Radhose häufig mehr Halt.

Ein besonders dickes Sitzpolster ist nicht automatisch bequemer. Entscheidend sind Form, Passform, nahtarme Verarbeitung und die Position auf dem Sattel.

Passform nach Fahrradtyp

Die Sitzposition bestimmt, wie die Kleidung geschnitten sein sollte.

Fahrrad und Einsatz Geeignete Passform
Citybike und Alltag bequem und etwas weiter
Trekkingrad funktional mit mittlerer Weite
E-Bike komfortabel mit gutem Wind- und Wetterschutz
Rennrad körpernah mit längerem Rücken
Gravel körpernah bis locker und robust
Mountainbike locker, bewegungsfreundlich und protektorgeeignet

Prüfen Sie beim Anprobieren:

  • Reicht der Rücken in gebeugter Haltung weit genug?
  • Bleiben die Ärmel bei gebeugten Armen lang genug?
  • Sitzt der Kragen angenehm?
  • Lassen sich Schultern und Ellbogen frei bewegen?
  • Passt eine dünne Zwischenschicht darunter?
  • Sind Taschen auch während der Fahrt erreichbar?

Fahrradbekleidung für Damen, Herren und Kinder unterscheidet sich vor allem bei Schnitt, Größen und Sitzpolsterform. Für Kinder sind zusätzlich einfache Bedienung, robuste Materialien und gute Sichtbarkeit wichtig. Kleidung darf die Beweglichkeit nicht einschränken und sollte bei Wachstum nicht zu knapp gekauft werden.

Sommer: leicht, luftig und geschützt

Bei warmem Wetter braucht die Kleidung vor allem gute Belüftung und einen zuverlässigen Feuchtigkeitstransport. Ein dünnes Funktionsshirt oder Fahrradtrikot trocknet schneller als ein schweres Baumwollshirt.

Praktisch sind:

  • leichtes Trikot oder Funktionsshirt
  • kurze Radhose oder Innenhose
  • dünne Fahrradsocken
  • kurze Fahrradhandschuhe
  • Sonnenbrille
  • Kopfbedeckung unter dem Helm bei starker Sonne
  • leichte Windweste für Abfahrten

Lange, luftige Kleidung schützt zusätzlich vor Sonne. Sonnencreme bleibt auch bei bedecktem Himmel sinnvoll, wenn Arme und Beine längere Zeit unbedeckt sind.

Herbst und Winter: Wärme an Händen und Füßen

Kälte entsteht beim Radfahren besonders schnell an Händen, Füßen, Ohren und Gesicht. Der Helm schützt den Kopf bei einem Sturz, ersetzt bei niedrigen Temperaturen aber keine wärmende Kopfbedeckung.

Für die kalte Jahreszeit eignen sich:

  • langärmeliges Funktionsunterhemd
  • Thermotrikot oder Fleece
  • winddichte oder wasserdichte Jacke
  • lange Radhose oder Thermohose
  • warme Handschuhe
  • Stirnband oder dünne Mütze unter dem Helm
  • warme Socken
  • Überschuhe
  • reflektierende Elemente

Zu warme Kleidung führt bei Anstiegen schnell zu Schweiß. Mehrere dünne Schichten lassen sich besser anpassen als ein sehr dicker Anorak.

Sichtbarkeit und Beleuchtung

Reflektierende Streifen, helle Farben und eine reflektierende Weste machen Radfahrer für andere Verkehrsteilnehmer leichter erkennbar. Sie ersetzen die vorgeschriebene Fahrradbeleuchtung jedoch nicht.

Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung schreibt für Fahrräder unter anderem eine Front- und Rückbeleuchtung sowie bestimmte Rückstrahler vor. Bei Dunkelheit und eingeschränkter Sicht gelten außerdem die Vorgaben der Straßenverkehrs-Ordnung zur Beleuchtung.

Achten Sie darauf, dass Reflektoren an Jacke oder Hose nicht durch einen Rucksack verdeckt werden. Reflektierende Elemente an Armen und Beinen fallen durch die Bewegung besonders auf. Eine Warnweste ist für normale Fahrradfahrten nicht allgemein vorgeschrieben, kann im Straßenverkehr aber eine sinnvolle Ergänzung sein.

Materialien und Nachhaltigkeit

Kunstfasern wie Polyester, Polyamid und Elasthan sind in Fahrradbekleidung weit verbreitet. Sie sind leicht, elastisch und trocknen schnell. Nachteile können Geruchsbildung, Abrieb und Faserverlust beim Waschen sein.

Merino und Merino-Mischgewebe fühlen sich bei längeren Touren angenehm an und nehmen Gerüche teilweise weniger stark an. Sie kosten häufig mehr und benötigen eine schonendere Pflege. Das passende Material hängt deshalb vom Einsatz, persönlichen Empfinden und Waschaufwand ab.

Die Lebensdauer beeinflusst die Umweltbilanz eines Kleidungsstücks stark. Sinnvoll sind:

  • langlebige Materialien und belastbare Nähte
  • reparierbare Reißverschlüsse und kleine Schäden
  • Kleidung, die sich vielseitig kombinieren lässt
  • möglichst seltenes Waschen bei nur leicht getragener Kleidung
  • volle Waschmaschinen
  • ein Waschbeutel, wenn er laut Hersteller für das Kleidungsstück geeignet ist

Bei Regenbekleidung lohnt sich außerdem ein Blick auf die Imprägnierung. PFAS-freie Ausrüstungen sind bei verschiedenen Herstellern erhältlich. Ihre wasserabweisende Wirkung kann je nach Produkt eine regelmäßige Pflege und Nachimprägnierung erfordern.

Fahrradbekleidung richtig waschen und pflegen

Beachten Sie immer das Pflegeetikett. Als Grundregeln gelten:

  • Reißverschlüsse vor dem Waschen schließen
  • Funktionskleidung nicht unnötig heiß waschen
  • keinen Weichspüler bei Membranbekleidung verwenden
  • Waschmittelreste gründlich ausspülen
  • Kleidung vollständig trocknen lassen
  • Regenjacken nicht feucht zusammengeknüllt lagern
  • Imprägnierung erneuern, wenn Wasser nicht mehr abperlt
  • kleine Risse frühzeitig reparieren

Stark verschmutzte Kleidung sollte nach der Fahrt nicht tagelang feucht im Rucksack bleiben. Schweiß und Schmutz greifen Material und Geruchseigenschaften an. Bei Membranjacken kann eine falsche Pflege die Atmungsaktivität und den Wetterschutz beeinträchtigen.

Ausstattung nach Budget

Für Einsteiger

Wer gelegentlich fährt, braucht zunächst:

  • Funktionsshirt
  • einfache gepolsterte Radhose oder Innenhose
  • leichte Regenjacke
  • Fahrradhandschuhe
  • Fahrradsocken

Achten Sie zuerst auf Passform und Wetterschutz. Ein bekannter Markenname garantiert keine bessere Eignung für den eigenen Fahrstil.

Für Pendler

Pendler profitieren von:

  • wind- und wasserdichter Jacke
  • Regenüberhose
  • alltagstauglicher Stretchhose oder Innenhose
  • Wechselkleidung
  • reflektierenden Details
  • wasserdichten Überschuhen bei langen Strecken

Für Tourenfahrer

Für regelmäßige Touren sind mehrere kombinierbare Schichten sinnvoll:

  • zwei oder mehr Funktionsshirts
  • gepolsterte Radhose
  • lange Übergangshose
  • Windweste
  • Regenjacke
  • Ersatzsocken
  • leichte Wärmeschicht

Für sportliche Fahrer

Rennrad-, Gravel- und MTB-Fahrer benötigen je nach Disziplin:

  • passende Träger- oder Radhose
  • sportliches Trikot
  • Windweste
  • Regenjacke
  • Armlinge und Beinlinge
  • disziplinspezifische Handschuhe
  • bei MTB-Fahrten gegebenenfalls Protektoren

Investieren Sie zuerst in Kleidung, die Sie häufig tragen. Eine hochwertige Regenjacke oder eine gut sitzende Radhose bringt im Alltag oft mehr als mehrere selten genutzte Spezialteile.

Konkrete Outfit-Beispiele

20 Minuten Arbeitsweg im Sommer

  • leichtes Funktionsshirt
  • normale Stretchhose oder dünne Fahrradhose
  • atmungsaktive Socken
  • leichte Windweste im Rucksack
  • Regenjacke für einen Wetterumschwung

Zweistündige Sommertour

  • Funktionsunterhemd
  • kurzärmeliges Fahrradtrikot
  • gepolsterte Radhose
  • Fahrradhandschuhe
  • Fahrradsocken
  • Windweste für Abfahrten
  • leichte Regenjacke bei unsicherer Wetterlage

Herbsttour

  • langärmeliges Funktionsshirt
  • Langarmtrikot oder dünne Fleece-Schicht
  • Softshell- oder Windjacke
  • lange Radhose oder Beinlinge
  • leichte Handschuhe
  • kompakte Regenjacke

Pendeln bei Dauerregen

  • Funktionsunterwäsche
  • alltagstaugliche Hose oder Innenhose
  • wasserdichte Überhose
  • Regenjacke mit verlängertem Rücken
  • wasserdichte Überschuhe
  • reflektierende Elemente
  • trockene Wechselkleidung

Mountainbike-Trail

  • feuchtigkeitsableitendes Shirt
  • MTB-Shorts mit Innenhose
  • robuste Handschuhe
  • Langarm- oder Softshellschicht
  • Protektoren bei anspruchsvollen Abfahrten
  • leichte Regenjacke im Rucksack

Häufige Fragen zur Fahrradbekleidung

Was zieht man bei 15 Grad zum Radfahren an?

Bei 15 Grad passt häufig ein langärmeliges Funktionsshirt oder ein kurzärmeliges Trikot mit dünner Weste. Für längere Abfahrten ist eine winddichte Schicht hilfreich. Wer schnell friert, ergänzt eine leichte lange Radhose oder Beinlinge.

Brauche ich eine gepolsterte Radhose?

Für kurze Alltagswege ist sie nicht zwingend nötig. Bei längeren Fahrten reduziert eine passende Polsterung jedoch Reibung und Druck. Eine dünne Innenhose eignet sich als unauffällige Lösung unter normaler Kleidung.

Ist spezielle Fahrradbekleidung im Alltag notwendig?

Nein. Bei kurzen, langsamen Fahrten reicht normale Kleidung, sofern sie Bewegungsfreiheit bietet und nicht in Kette oder Speichen geraten kann. Funktionskleidung wird vor allem bei langen Strecken, starkem Schwitzen, Regen und niedrigen Temperaturen praktisch.

Was trägt man bei Regen auf dem Fahrrad?

Eine wasserdichte Fahrrad-Regenjacke, eine Regenhose oder Überziehhose und bei längeren Fahrten Überschuhe schützen am zuverlässigsten. Für kurze Wege eignet sich ein Poncho, wenn er sicher sitzt und nicht in bewegliche Fahrradteile gelangt.

Was ist besser: Radhose oder Trägerhose?

Eine Trägerhose bleibt bei sportlicher Sitzposition besser an ihrem Platz und eignet sich für lange Fahrten. Eine normale Radhose lässt sich einfacher an- und ausziehen und passt häufig besser zum Alltag. Die Entscheidung hängt von Komfort, Strecke und persönlicher Vorliebe ab.

Welche Fahrradbekleidung eignet sich für den Winter?

Im Winter bewährt sich das Schichtenprinzip aus Funktionsunterwäsche, Wärmeschicht und wind- oder wasserdichter Außenschicht. Warme Handschuhe, eine dünne Mütze unter dem Helm, lange Radhose und Überschuhe schützen besonders empfindliche Körperstellen.

Kann ich Baumwolle auf dem Fahrrad tragen?

Für kurze, ruhige Fahrten bei trockenem Wetter ist Baumwolle geeignet. Bei hoher Belastung nimmt sie viel Feuchtigkeit auf und trocknet langsam. Dann fühlt sich ein Funktionsshirt aus Kunstfaser oder ein geeignetes Merino-Mischgewebe meist angenehmer an.

Wie wasche ich Fahrradbekleidung?

Richten Sie sich nach dem Pflegeetikett, schließen Sie Reißverschlüsse und verzichten Sie bei Membranbekleidung auf Weichspüler. Waschen Sie Funktionskleidung nicht unnötig heiß und lagern Sie Regenbekleidung erst, wenn sie vollständig trocken ist.