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Bikewear: Die Grundausstattung für Radsport-Einsteiger

Für den Einstieg in den Radsport reicht eine Grundausstattung: Helm, Radhose mit Sitzpolster, Jersey, Handschuhe und Beleuchtung. Sicherheit und Komfort stehen an erster Stelle. Ein Test der Schweizer Zeitschrift Saldo zeigt: Günstige Radhosen sind genauso gut wie teure. Sie können mit wenig Geld starten und die Ausrüstung später erweitern.

Der Helm steht an erster Stelle

Der Helm ist das wichtigste Ausrüstungsteil, weil er bei Stürzen den Kopf schützt. Achten Sie beim Kauf auf eine in Europa anerkannte Sicherheitsnorm für Fahrradhelme. Ein Helm mit dieser Norm schützt den Kopf, unabhängig vom Preis. Entscheidend ist der Sitz: Der Helm muss eng anliegen und darf sich nicht verschieben, auch wenn Sie den Kopf schütteln. Stellen Sie die Verstellräder und den Kinnriemen so ein, dass der Helm fest sitzt, aber nicht drückt. Probieren Sie den Helm im Geschäft einige Minuten und bewegen Sie sich dabei, um den Sitz zu prüfen.

Die Radhose mit Polster

Eine Radhose mit Sitzpolster verhindert Druck und Reibung auf dem Sattel, besonders bei längeren Fahrten. Das Polster liegt direkt auf der Haut und fängt Stöße ab. Die Hose sitzt eng und besteht aus elastischem Funktionsmaterial. Unter der Radhose tragen Sie keine Unterwäsche, damit das Polster nicht verrutscht.

Der Test der Schweizer Zeitschrift Salto prüfte Radhosen auf Abriebfestigkeit, Waschbarkeit, Atmungsaktivität und Schweißresistenz. Das beste Modell für Männer war die Triban Radhose kurz Essential von Decathlon für etwa 10 Euro. Bei den Frauen gewann die Triban kurze Radhose 500 schwarz/pink für etwa 20 Euro. Die Scott Endurance 20++ war mit rund 50 Euro nur geringfügig schlechter. Der Test stammt aus der Schweiz, die Verfügbarkeit der Modelle in Deutschland kann sich unterscheiden. Der Händler Sarango empfiehlt für Einsteiger außerdem Marken wie Craft, Jako und Select. Solche Händlerempfehlungen sollten Sie mit Vorsicht lesen, weil der Händler die Marken verkauft.

Jersey, Handschuhe und Socken

Das Oberteil, im Radsport Jersey genannt, sitzt eng und transportiert Schweiß nach außen. Baumwolle saugt den Schweiß auf und kühlt den Körper aus. Ein Jersey hat meist einen Reißverschluss und Taschen am Rücken für kleine Dinge. Handschuhe schützen die Hände bei Stürzen und dämpfen den Druck auf den Lenker. Im Sommer reichen kurze Handschuhe mit Gelpolster, im Winter lange Modelle mit Windschutz. Socken sollten aus Funktionsmaterial bestehen, damit die Füße trocken bleiben.

Licht und Sichtbarkeit

In Deutschland schreibt die Straßenverkehrsordnung vor: Fahrräder brauchen vorne ein weißes Licht und hinten ein rotes Licht. Dazu kommen Reflektoren. Für Einsteiger eignen sich fest eingebaute oder abnehmbare Lichter mit Akku. Viele Modelle haben einen Tagmodus, der die Sichtbarkeit auch bei Tageslicht erhöht. Eine helle Jacke oder eine Warnweste machen Sie im Straßenverkehr zusätzlich sichtbar. Prüfen Sie die Beleuchtung vor der ersten Fahrt.

Schichten für jedes Wetter

Für wechselnde Temperaturen nutzen Sie das Zwiebelprinzip: eine dünne Basisschicht aus Funktionsmaterial, darüber eine wärmende Mittelschicht wie Fleece oder ein dünnes Trikot, außen eine Regen- und winddichte Jacke. Bei Regen hält eine atmungsaktive Regenjacke den Oberkörper trocken, ohne dass Sie stark schwitzen. Bei Kälte kommen eine Mütze unter dem Helm, lange Handschuhe und Überschuhe für die Füße dazu. Die Schichten passen Sie an Temperatur und Fahrtdauer an. Für den Einstieg reicht eine Kombination aus Funktionsmaterial und winddichter Jacke, die Sie je nach Wetter ergänzen.

Größe und Pflege

Radbekleidung sitzt enger als normale Alltagskleidung, damit sie nicht flattert und nicht reibt. Messen Sie Brust- und Taillenumfang und vergleichen Sie die Größentabellen der Hersteller, denn die Größen fallen unterschiedlich aus. Probieren Sie die Kleidung an, wenn möglich. Waschen Sie Radhose und Jersey nach der Fahrt bei niedriger Temperatur mit einem milden Waschmittel. Weichspüler schadet den Funktionsmaterialien und dem Polster. Lassen Sie ihn weg. Trocknen Sie die Kleidung an der Luft, nicht im Trockner, damit sie ihre Eigenschaften behält.