Fahrradbekleidung im Winter
Radfahren ist eine der schönsten Aktivitäten überhaupt. Aber im Winter motten viele ihr „edles Ross“ ein und warten auf das nächste Frühjahr. Dabei gibt es einen alten Radlerspruch, der da lautet: „die Saison endet am 31. Dezember und beginnt erst wieder am 1. Januar“. Zu beachten ist nur die richtige und den Temperaturen angepasste Kleidung, damit der Winter-Ausflug auf zwei Rädern nicht im Gesundheitstief endet.
Die klassische Empfehlung lautet, die Kleidung nach dem Zwiebelschalen - Prinzip anzuwenden - ist prinzipiell nicht verkehrt, nur sollte man im Zeitalter moderner Funktionsmaterialien auf den richtigen Materialmix achten, damit diese Kleidung auch ihren Nutzwert entwickelt und den Spass am Radeln nicht beendet. Moderne Funktionswäsche transportiert den Wasserdampf weg von der Haut, denn dieser sorgt nach dem Prinzip eines Kühlschranks für Temperatursenkungen. Wenn man beispielsweise mit klassischer Baumwollwäsche fährt, die die Feuchtigkeit bei Anstrengungen aufsaugt, besteht die Gefahr, dass man schnell friert, da der Wasserdampf in der Kleidung hängen bleibt und nicht abtransportiert wird. Nur als Vergleich: Baumwolle speichert bis zu 40 % Feuchtigkeit, moderne Funktionswäsche jedoch weniger als ein Prozent.
Aber auch die nächste Kleidungsschicht muss den Wasserdampf nach aussen transportieren - idealerweise, ohne Feuchtigkeit von aussen hinein zu lassen. Wichtig ist es auch, den kalten Wind von aussen abzuschirmen, denn dieser sorgt mit der auf der Haut entstehenden Feuchtigkeit für die in diesen Jahreszeiten unerwünschte Kühlung. Vor allem im Fahrtwind liegende Körperteile (Kopf, Hände, Knie, Füsse) sollten besonders gut geschützt werden - Anoraks aus Funktionsmaterialien mit Lüftungsschlitzen und den Armen leisten hier gute Arbeit.
Wenn man also mit guter Funktionsunterwäsche, Thermohose und Anorak mit vielfältig regulierbaren Lüftungseinrichtungen, sowie Kopf-, Knie- und Handschutz unterwegs ist und die Aktivitäten nicht über die eigenen Fähigkeiten übertreibt, kann man den Luxus freier Radwege im Winter durchaus geniessen.
